Vom Kriegs­pi­lo­ten zum Über­flie­ger

Das Neue - - ERINNERUNG -

Als „unusual­ly usu­al“, al­so als „un­ge­wöhn­lich ge­wöhn­lich“wur­de Ja­mes Ste­wart († 89) be­zeich­net. Und das trifft es auf den Punkt. Kein an­de­rer ver­kör­per­te den ame­ri­ka­ni­schen je­der­mann glaub­haf­ter als er. Vor 20 Jah­ren, am 2. Ju­li 1997, starb der letz­te gro­ße Hol­ly­wood­star. Ge­bo­ren am 20. Mai 1908 in In­dia­na wuchs Ja­mes Ste­wart be- hü­tet in ei­ner from­men Fa­mi­lie auf. Wäh­rend des Ar­chi­tek­tur­stu­di­ums ent­deck­te er sein Fai­b­le für die Schau­spie­le­rei. Sein Va­ter, ein Ei­sen­wa­ren­händ­ler, glaub­te an ei­ne „vor­über­ge­hen­de geis­ti­ge Ver­wir­rung“. Doch Ste­wart ging trotz­dem nach New York, um am Broad­way Thea­ter zu spie­len. Doch nur kurz. Denn 1941 tritt Ste­wart sei­nen Mi­li­tär­dienst an. Als Bom­ber­pi­lot fliegt er rund 20 Ein­sät­ze über Na­ziDeutsch­land, kehr­te als Kriegs­held zu­rück nach Hol­ly­wood.

Und wur­de zum Über­flie­ger, zum Su­per­star der 50er. Vor al­lem dank Hitch­cocks Thril­ler wie „Das Fens­ter zum Hof“. Skan­da­le gab es bis zum Schluss kei­ne. Da­für war Ja­mes Ste­wart zum Glück zu ge­wöhn­lich.

45 Jah­re glück­lich ver­hei­ra­tet: Ja­mes mit Glo­ria († 75) im Jahr 1990. Bil­der­buch­fa­mi­lie: Ja­mes und Glo­ria mit ih­ren vier Kin­dern, den Zwil­lin­gen Kel­ly und Ju­dy (heu­te 66) und den Söh­nen Ro­nald († 25) und Micha­el (70). Die­ses char­man­te Lä­cheln kennt je­der. In über 100 Hol­ly­wood-Klas­si­kern spiel­te Ja­mes Ste­wart mit. Mehr als je­der an­de­re. Stolz wie Os­car – 1941 an der Sei­te von Gin­ger Ro­gers († 83). Den Gold-ju ngen gab’s für „ Die Nacht vor der Hoch­zeit“(„The Phil­adel­phia Sto­ry“).

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