Han­si Kraus: Sein Va­ter hat ihn ums Er­be be­tro­gen

Skan­dal zum 65. Ge­burts­tag

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Man mag es kaum glau­ben, aber es ist tat­säch­lich wahr. Han­si Kraus fei­er­te ge­ra­de sei­nen 65. Ge­burts­tag. Der ewi­ge Laus­bub ist nun im Ren­ten­al­ter. Zum Ju­bi­lä­um fin­det der Schau­spie­ler Zeit, auf sein bis­he­ri­ges Le­ben zu­rück­zu­bli­cken. Und ei­ne Epi­so­de lässt den sym­pa­thi­schen Bay­er bis heu­te nicht los: Sein Va­ter hat ihn näm­lich ums Er­be be­tro­gen.

Das Geld, das der klei­ne Han­si in frü­hen Jah­ren ver­dien­te, kas­sier­ten im Hau­se Kraus näm­lich Ma­ma und Pa­pa. „Die ha­ben mir mei­ne Film­ga­gen vor­ent­hal­ten und für sich selbst ver­wen­det. Das be­kam ich erst al­les so rich­tig mit, als ich selbst ei­ne Fa­mi­lie ge­grün­det und Kin­der be­kom­men hat­te“, er­zählt er. „Ich frag­te mei­ne El­tern, wo mein Geld ist. Und sie sag­ten: ‚Dir ge­hört gar nichts!‘ Da hat­ten sie sich be­reits ein Rei­hen­haus in Tauf­kir­chen ge­kauft.“

Noch schlim­mer: Auch sein Bru­der Uli (60) zock­te ihn ab. „Mein Va­ter hat­te ei­ne schö­ne 80- Qua­drat­me­terEi­gen­tums­woh­nung in Un­ter­ha­ching. Die hat sich mein Bru­der – ein Au­to­händ­ler – hin­ter mei­nem Rü­cken vom Va­ter schen­ken las­sen.“Aus Frust woll­te Han­si Kraus sei­ne Fa­mi­lie so­gar ver­kla­gen. Das riet ihm je­den­falls sein An­walt. „Hät­te ich im Nach­hin­ein viel­leicht auch ma­chen sol­len“, sagt er nach­denk­lich. „Ich ha­be als Ju­gend­li­cher an­fangs 8000, am En­de 35 000 Mark pro Film be­kom­men. Ge­se­hen ha­be ich da­von aber lei­der nichts!“

Seit 1964 kennt ihn in Deutsch­land fast je­der: Da­mals dreh­te Han­si Kraus sei­nen ers­ten Film „Laus­bu­ben­ge­schich­ten“. Fünf Jah­re tren­nen ihn von Bru­der Uli (r.). Emo­tio­nal ist die Dis­tanz viel grö­ßer.

Der Schau­spie­ler (r.) mit Pa­pa Wer­ner († 86) und Ma­ma Ruth (†). Das Ver­hält­nis war an­ge­spannt.

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