– Aloe ve­ra: Dok­tor aus der Wüs­te

Le­d­ri­ge grü­ne Haut und spit­ze Dor­nen: Was aus­sieht wie ein ge­wöhn­li­cher Kak­tus, birgt in Wahr­heit un­zäh­li­ge Heil­kräf­te

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Samt­wei­che Haut, eben­mä­ßi­ge Zü­ge – Kleo­pa­tra gilt bis heu­te als In­be­griff von Lieb­reiz und An­mut. Ihr Ge­heim­nis? Aloe ve­ra. Schon im al­ten Ägyp­ten ge­noss die Wüs­ten­pflan­ze den Ruf ei­ner na­tür­li­chen Schön­heits­kur mit hei­len­der Wir­kung. Jetzt wur­de ihr po­si­ti­ver Ein­fluss auf die Ge­sund­heit wie­der­ent­deckt.

Ers­te Hil­fe

Die di­cken Blät­ter der Aloe ve­ra ent­hal­ten ein zäh­flüs­si­ges, farb­lo­ses Gel, das über 200 wert­vol­le Wirk­stof­fe in sich trägt. Es hemmt Ent­zün­dun­gen und gilt des­halb als Ge­heim­re­zept bei klei­nen, ober­fläch­li­chen Schnitt­wun­den. Da­zu das Gel (Re­form­haus, Apo­the­ke oder aus dem Blatt) mehr­mals täg­lich auf die Wun­de tröp­feln.

Haut­pfle­ge

Das Gel spen­det au­ßer­dem Feuch­tig­keit und lin­dert Hau­tir­ri- ta­tio­nen oder -er­kran­kun­gen so­wie hart­nä­cki­gen Juck­reiz. Zu­dem ver­rin­gert es Nar­ben­bil­dung. Ver­ant­wort­lich da­für ist ein be­son­de­rer In­halts­stoff, das so­ge­nann­te Ly­sin. Tipp: Gel drei- bis fünf­mal täg­lich auf die be­trof­fe­nen Haut­stel­len auf­tra­gen.

An­ti- Ver­schleiß

In­ner­lich an­ge­wen­det, macht uns das Aloe-Gel stark ge­gen Vi­ren und Bak­te­ri­en. Denn die ent­hal­te­nen Pflan­zen­stof­fe (Ace­man­n­an) sti­mu­lie­ren das Im­mun­sys­tem. Au­ßer­dem wer­den durch sie die Ge­len­ke und Seh­nen ge­stärkt – op­ti­mal so­wohl zur Ar­thro­se-Vor­beu­gung als auch zur Lin­de­rung bei be­reits be­ste­hen­den Be­schwer­den. Da­zu 3–5 EL des Gels am Tag pur ein­neh­men, mit Was­ser ver­dün­nen oder in den Obst­sa­lat rüh­ren. Wich­tig: das Gel nicht er­hit­zen!

Be­ru­higt die Ner­ven

Das eben ge­nann­te Re­zept gilt auch als Ge­heim­tipp ge­gen aku­ten und an­dau­ern­den Stress. Denn die Wüs­ten­li­lie – wie die Pflan­ze auch ge­nannt wird – ent­hält zu­sätz­lich den Ner­ven­stär­ker Va­lin.

Darm- An­re­gung

Die Pflan­zen­stof­fe sind auch ein wah­res Wun­der­mit­tel bei Ver­stop­fung: Die so­ge­nann­ten An­thra­no­ide wir­ken wie ein Ab­führ­mit­tel. Da­zu soll­ten Sie aber nicht zu pu­rem Saft grei­fen. Ex­per­ten ra­ten da­zu, Pil­len oder Tink­tu­ren aus der Apo­the­ke ein­zu­neh­men – nur sie ent­hal­ten ei­ne aus­rei­chen­de Kon­zen­tra­ti­on der Aloe-ver­aWirk­stof­fe. Ach­tung: die Prä­pa­ra­te nicht län­ger als zwei Wo­chen am Stück schlu­cken.

Zu­hau­se ge­deiht das Ge­wächs bei 8–10 St­un­den Licht in ei­nem gro­ßen Topf mit Kak­te­en­er­de.

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