Me­di­zin: Ka­ries durch Ta­blet­ten

Ka­ries durch Ta­blet­ten – klingt ab­we­gig, kann aber pas­sie­ren. So schüt­zen Sie sich

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Ei­gent­lich sol­len Me­di­ka­men­te uns hei­len. Doch was kaum je­mand ahnt: Die In­halts­stof­fe vie­ler Arz­nei­mit­tel kön­nen un­se­re Mund­ge­sund­heit ge­fähr­den. So ru­fen bei­spiels­wei­se An­ti­bio­ti­ka Ve­rän­de­run­gen am Zahn­schmelz her­vor, ei­ni­ge ­Mit­tel ge­gen All­er­gi­en kön­nen das Ri­si­ko für Ka­ries er­hö­hen und Ace­tyl­sa­li­cyl­säu­re (in As­pi­rin ent­hal­ten) ver­stärkt Zahn­fleisch­blu­ten. Bei wel­chen Me­di­ka­men­ten Sie vor­sich­tig sein soll­ten und wie Sie sich schüt­zen.

Ent­zün­dungs­ge­fahr durch Au­gen­trop­fen

Au­gen- und Na­sen­trop­fen las­sen die Schleim­häu­te ab­schwel­len – kön­nen aber auch die Spei­chel­bil­dung hem­men. Der Mund wird tro­cken, da­durch ­bil­den sich leicht Ent­zün­dun­gen am Zahn­fleisch und die Ge­fahr für ­Ka­ries steigt. Lö­sung: Trop­fen und Sprays mög­lichst nicht län­ger als sie­ben Ta­ge ver­wen­den. Und: Bei ge­reiz­tem Zahn­fleisch hilft ein schmerz­lin­dern­der Ei­bisch-Tee. Re­zept: 2 TL Ei­bisch­blü­ten und -blät­ter in ei­ner Tas­se Was­ser auf­ko­chen. Den Sud 15 Mi­nu­ten lang zie­hen las­sen. An­schlie­ßend ab­sei­hen und in klei­nen Schlu­cken trin­ken. Drei bis vier

Tas­sen täg­lich trin­ken.

An­ti­bio­ti­ka scha­den der Mund­flo­ra

An­ti­bio­ti­ka wie Pe­ni­cil­lin & Co. schä­di­gen das Ge­biss, da sie mit Kal­zi­um che­mi­sche Ver­bin­dun­gen bil­den, die sich im Zahn­schmelz ein­la­gern und die Zäh­ne gelb­lich ver- fär­ben. Hoch­ge­fähr­lich ist die Ein­nah­me von An­ti­bio­ti­ka für Schwan­ge­re und Kin­der. Denn bei ei­nem noch nicht fer­tig aus­ge­reif­ten Ge­biss wird der Zahn­schmelz zu weich und kann le­bens­lang Pro­ble­me be­rei­ten. Und: An­ti­bio­ti­ka zer­stö­ren un­se­re Mund­flo­ra, da sie vie­le gu­te Bak­te­ri­en im Darm und auf der Zun­ge ab­tö­ten. Lö­sung: Bei ei­ner In­fek­ti­on soll­te ein Arzt ent­schei­den, ob Pe­ni­cil­lin & Co. über­haupt nö­tig sind. Al­ter­na­ti­ven sind bak­te­ri­en­tö­ten­de na­tür­li­che Pflan­zen­stof­fe. Ist die Ein­nah­me un­um­gäng­lich, hel­fen Pro­bio­ti­ka im Jo­ghurt oder als Kap­sel aus der Apo­the­ke, die Mund­flo­ra ins Gleich­ge­wicht zu brin­gen. Aber: Pro­bio­ti­ka-Kap­seln stets erst zwei St­un­den nach dem An­ti­bio­ti­kum ein­neh­men, sonst kann des­sen Wir­kung be­ein­träch­tigt wer­den – spre­chen Sie mit dem Arzt dar­über.

Asth­ma- In­ha­la­to­ren grei­fen Zahn­schmelz an

Klei­ne Par­ti­kel in den Me­di­ka­men­ten sind sau­er und scha­den da­durch dem Zahn­schmelz. Au­ßer­dem ent­hal­ten sie ent­zün­dungs­hem­men­de Ste­ro­id­hor­mo­ne, die den Spei­chel­fluss hem­men, was wie­der­um Mund­tro­cken­heit be­güns­tigt. Lö­sung: Wer ein spe­zi­el­les Ab­stands­stück (Apo­the­ke) be­nutzt, ver­hin­dert, dass die Par­ti­kel an den Zäh­nen kle­ben blei­ben. Den

Spei­chel­fluss ver­bes­sern wir, wenn wir nach je­der Be­nut­zung den Mund mit lau­war­mem Was­ser aus­spü­len.

Ei­ni­ge Blut­druck­sen­ker för­dern Wu­che­run­gen

Ei­ni­ge Mo­na­te nach der Ein­nah­me von Kal­zi­um­an­t­ago­nis­ten ge­gen Blut­hoch­druck kla­gen Pa­ti­en­ten oft über ent­zünd­li­che Zahn­fleisch­wu­che­run­gen. Oft zieht das ei­ne Par­odon­ti­tis­be­hand­lung nach sich, da­mit die Zäh­ne nicht aus­fal­len. Lö­sung:ist schied­lich­die Ne­ben­wir­kun­gJe stark. nach Tipp Me­di­ka­ment­der un­ter- Blut­hoch­druck­li­ga: Bei den Wirk

stof­fen Fe­lo­di­pin, Am­lo­di­pin oder Is­ra­di­pin tauch­te die­se Ne­ben­wir­kung nur sel­ten bis über­haupt nicht auf – al­so im Zwei­fel den Arzt fra­gen, ob Sie um­stei­gen kön­nen.

An­ti­de­pres­si­va füh­ren zu Blu­tun­gen im Gau­men

Die Me­di­ka­men­te be­ein­träch­ti­gen die Funk­ti­on der Blut­plätt­chen – oft führt das zu ei­nem blu­ten­den Gau­men. Auch der Stoff­wech­sel ver­lang­samt sich und lässt den Spei­chel­fluss er­lah­men. Pa­ti­en­ten, die die­se Me­di­ka­men­te ein­neh­men, kla­gen des­halb häu­fig über ei­ne star­ke Mund­tro­cken­heit. Lö­sung: Ex­zel­len­te Mund­hy­gie­ne ist wäh­rend der Ein­nah­me be­son­ders wich­tig. Das heißt: zwei­mal täg­lich put­zen, Zahn­sei­de und Zun­gen­bürs­te ver­wen­den. Ge­le oder Lutsch­ta­blet­ten aus der Apo­the­ke re­gen den Spei­chel­fluss an.

Zur Vor­beu­gung Asth­maIn­ha­la­to­ren am bes­ten im­mer nur mit Ab­stands­stück ver­wen­den.

Neh­men Sie lang­fris­tig Me­di­ka­men­te ein, soll­ten Sie die Vor­sor­ge un­be­dingt wahr­neh­men.

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