„Ich bin im­mer noch grö­ßen­wahn­sin­nig!“

Auch zum 60. ist Be­schei­den­heit ein Fremd­wort für ihn

Das Neue - - JUBILÄUM - J. B.

Als Pro­mi kann es sehr leicht pas­sie­ren, dass man bei zu viel Er­folg an Bo­den­haf­tung ver­liert – oder al­te Zei­ten nicht los­las­sen kann. Götz Als­mann kennt die­ses Pro­blem. „Ich bin im­mer noch grö­ßen­wahn­sin­nig!“, ver­rät der Un­ter­hal­tungs­künst­ler kurz vor sei­nem 60. Ge­burts­tag in „das neue“.

Sie fei­ern bald Ih­ren run­den Ge­burts­tag. Wenn Sie zu­rück­bli­cken: Be­reu­en Sie et­was in Ih­rem bis­he­ri­gen Le­ben?

Dass man mit 20 nicht den Ver­stand von heu­te ge­habt hat. Man war doch ver­bohrt, ver­na­gelt, un­klug, stör­risch, bes­ser­wis­se­risch, grö­ßen­wahn­sin­nig. All das gleicht sich mit den Jah­ren aus. Aber das sind eben die ty­pi­schen Ver­hal­tens­wei­sen. Es dau­ert ein ge­leb­tes Le­ben, bis man dem jun­gen Mann et­was mehr Ver­stand ein­ge­flößt hat.

Soll hei­ßen, heu­te sind Sie nicht mehr stör­risch und grö­ßen­wahn­sin­nig?

Doch, das sind mei­ne Haupt­merk­ma­le ge­blie­ben (lacht).

Mitt­ler­wei­le un­ter­rich­ten Sie an der Uni Müns­ter. Wie ist es, als Pro­mi zu leh­ren?

Ach, ich den­ke nicht, dass es ei­ne wirk­lich gro­ße Rol­le spielt. Wenn man im Hör­saal mit den Stu­den­ten Aug’ in Aug’ steht, ist wich­tig, was ge­sagt wird, und nicht, wer et­was sagt.

Möch­ten Sie aber trotz­dem wie­der für das Fern­se­hen ar­bei­ten, im Sin­ne ei­ner Show?

Ja. Mein Um­feld und ich den­ken uns et­was aus, in en­ger Ab­stim­mung mit ei­nem in­ter­es­sier­ten Sen­der. Mal schau­en, was da so pas­siert.

Ha­ben Sie noch Kon­takt zu Ih­rer frü­he­ren „Zim­mer frei“-Kol­le­gin Chris­ti­ne Wes­ter­mann (68)?

Ja, aber na­tür­lich!

Pla­nen Sie ein ge­mein­sa­mes Pro­jekt?

Ja, und zwar ein Pri­va­tes. Wir wol­len mal mit­ein­an­der es­sen ge­hen.

Ist Ih­re Frau Bri­git­te denn des­we­gen nicht ei­fer­süch­tig?

Nein, glück­li­cher­wei­se ge­hört Ei­fer­sucht nicht zu ih­ren her­vor­ste­chen­den Ei­gen­schaf­ten.

Götz Als­mann kennt kei­ne Ner­vo­si­tät: „Ich ver­brin­ge mehr Zeit mit dem Bin­den mei­ner Kra­wat­te, als dar­über nach­zu­den­ken, was jetzt gleich pas­siert.“

Der Mu­si­ker und sei­ne Bri­git­te sind seit 30 Jah­ren ver­hei­ra­tet. Mit ihr und Sohn Max Leo­nard (27) lebt er in Müns­ter.

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