Gut zu Fuß trotz Dia­be­tes

Mit die­sen Mit­teln beu­gen Sie Ent­zün­dun­gen und Ner­ven­schä­den vor

Das Neue - - MEDIZIN -

Vie­le Dia­be­ti­ker wis­sen nicht, dass ein dau­er­haft er­höh­ter Blut­zu­cker auch ih­re Ner­ven schä­di­gen kann. Ers­te An­zei­chen zei­gen sich in Bei­nen und Fü­ßen – die­se schla­fen häu­fig ein, sie wer­den ge­fühl­los. Die Fol­gen: Ver­let­zun­gen wer­den zu spät er­kannt, ent­zün­den sich und hei­len schlech­ter ab, chro­ni­sche Wun­den kön­nen ent­ste­hen. Mit früh­zei­ti­ger Vor­beu­gung lässt sich das so­ge­nann­te dia­be­ti­sche Fuß­syn­drom aber gut ver­hin­dern.

1 Blut­zu­cker gut ein­stel­len Mes­sen Sie Ih­ren Blut­zu­cker­wert häu­fig und sprit­zen Sie In­su­lin, wie mit dem Arzt be­spro­chen. Wich­tig ist zu­dem, dass Sie Ih­re Er­näh­rung an­pas­sen: nicht zu viel Fett, we­nig Zu­cker, da­für reich­lich Ge­mü­se und Voll­korn-Pro­duk­te.

2 Vit­amin-Man­gel aus­glei­chen Auch ein Man­gel an Vit­amin B1 (Thia­min) kann Ner­ven­schä­den ver­ur­sa­chen. Die Er­klä­rung: Der er­höh­te Blut­zu­cker­spie­gel greift die Ner­ven an. Nor­ma­ler­wei­se kann Vit­amin B1 die­se schäd­li­che Wir­kung hem­men. Doch bei Dia­be­ti­kern wird mehr Thia­min über die Nie­ren aus­ge­schie­den als bei ge­sun­den Men­schen – der Vit­amin- B1Ge­halt ist um et­wa 75 Pro­zent nied­ri­ger. Zur Vor­beu­gung soll­ten Be­trof­fe­ne des­halb ho­he Men­gen an Vit­amin B1 auf­neh­men. Al­lein über die Er­näh­rung ist das je­doch nicht mög­lich. Ex­per­ten emp­feh­len da­her Prä­pa­ra­te, die ei­ne Vor­stu­fe des Vit­amins B1 ent­hal­ten – das vit­ami­n­ähn­li­che Ben­fo­ti­amin (z. B. „mil­gam­ma pro­tekt“, Apo­the­ke).

3 Zur Vor­sor­ge ge­hen Auch wenn Ih­re Fü­ße ge­sund aus­se­hen, soll­ten Sie die­se re­gel­mä­ßig vom Haus­arzt, Dia­be­to­lo­gen oder in ei­ner spe­zi­el­len Fuß­am­bu­lanz un­ter­su­chen las­sen. Denn früh­zei­tig er­kannt kön­nen be­gin­nen­de Ner­ven­schä­di­gun­gen gut mit Me­di­ka­men­ten oder Sal­ben be­han­delt wer­den.

4 Die Haut pfle­gen Zur op­ti­ma­len Pfle­ge ge­hört die täg­li­che Rei­ni­gung mit ei­ner mil­den Wasch­lo­tion. Da­nach sorg­fäl­tig mit ei­nem Hand­tuch ab­tup­fen. Cre­men Sie Ih­re Fü­ße mit ei­nem harn­stoff­hal­ti­gen Pro­dukt ein (Dro­ge­rie, Apo­the­ke).

5 Emp­fin­dun­gen tes­ten Über­prü­fen Sie ein­mal pro Wo­che das Ge­fühl in den Fü­ßen, in­dem Sie sich leicht mit ei­ner Strick­na­del pik­sen. Falls Sie es nicht deut­lich spü­ren, ist ein Arzt­be­such nö­tig!

Zu­cker­kran­ke soll­ten ih­re Fü­ße re­gel­mä­ßig auf Ver­let­zun­gen über­prü­fen.

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