Der Fall Scheel

Das Neue - - VERBLÜFFENDE PARALLELEN -

Die De­menz leg­te sich am En­de wie ein Schlei­er über sein Le­ben. Als Wal­ter Scheel ver­gan­ge­nen Som­mer mit 97 Jah­ren starb, war der Tod des Alt-Bun­des­prä­si­den­ten auch gleich­zei­tig das En­de ei­ner bit­te­ren Fa­mi­li­en-Feh­de. Ehe­frau ge­gen die Kin­der – zum Glück be­kam der FDP-Po­li­ti­ker am En­de da­von nicht mehr viel mit. Jah­re­lang strit­ten zu­vor sei­ne drit­te Ehe­frau Bar­ba­ra (75) und Wal­ter Scheels vier Kin­der, al­len vor­an Toch­ter Cor­ne­lia (54). Es ging um Ver­nach­läs­si­gung der Pfle­ge, Geld – und wie so oft um ver­letz­te Ei­tel­kei­ten. Cor­ne­lia hat­te ge­gen ih­re Stief­mut­ter so­gar Kla­ge er­ho­ben, weil sie Bar­ba­ra nicht zu­trau­te, den de­menz­kran­ken Va­ter rich­tig zu pfle­gen. Mit Er­folg: En­de 2014 wur­de Wal­ter Scheel un­ter Pfle­ge­auf­sicht ge­stellt.

Zur Er­leich­te­rung des Pfle­ge­per­so­nals. Denn auch mit die­sem hat­te sich Bar­ba­ra an­ge­legt. „Ich darf das, ich bin Frau Scheel“, war ein Satz, den man in der Ein­rich­tung in Bad Krot­zin­gen oft zu hö­ren be­kam.

Wal­ter Scheel war drei Mal ver­hei­ra­tet, zu­letzt mit Bar­ba­ra, ei­ner frü­he­ren Phy­sio­the­ra­peu­tin.

Als Cor­ne­lia sechs Jah­re alt war, ad­op­tier­te sie Wal­ter Scheel. Ma­ma Mild­red starb 1985 an Krebs.

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