Klaus J. Beh­rendt (F.): „Ich has­se shop­pen!“

Zum Glück gibt es beim „Tat­ort“ei­nen gro­ßen Fun­dus und Sty­lis­ten

Das Neue - - DIESE WOCHE IN NEUE -

Als „Tat­ort“-Kom­mis­sar löst er je­des Ver­bre­chen. In sei­ner neu­es­ten Rol­le be­weist Klaus J. Beh­rendt (57) so­gar, dass er auch ei­nen Spür­sinn für Mo­de hat. Der Fern­seh-Star mo­delt jetzt ne­ben sei­ner TV-Kar­rie­re für das Mo­de-Un­ter­neh­men Wal­busch. Da­bei ist er ein Mo­de­muf­fel. Im In­ter­view ver­rät er jetzt: „Ich has­se shop­pen!“Wie mo­de­be­wusst sind Sie?

Ich sag mal so: Wenn der neu­es­te Schrei gel­be Gum­mi­stie­fel wä­ren, wür­de ich mit Si­cher­heit nicht in gel­ben Gum­mi­stie­feln rum­lau­fen. Ich fin­de es schön, wenn die Sa­chen pas­sen und ich mir, wenn ich vorm Spie­gel ste­he, ge­fal­le und nicht ver­klei­det aus­se­he. Wie wür­den Sie denn Ih­ren ei­ge­nen Stil be­schrei­ben?

Eher sport­lich und läs­sig. Ich tra­ge ger­ne Je­ans, gern auch mal An­zug, wenn es an­ge­bracht ist. Aber na­tür­lich auch Stoff­ja­cken und Le­der­ja­cke. Sie has­sen shop­pen, wie Sie selbst sa­gen. Dann kön­nen Sie aber froh sein, dass es beim „Tat­ort“ei­nen gro­ßen Fun­dus gibt?

Ja! Ich ver­ste­he nicht, was am Shop­pen schön ist. Wenn ich ei­ne Ho­se fin­de, die passt, dann neh­me ich gleich drei oder vier, dann ist das Ka­pi­tel durch. Be­stimmt Ih­re Frau mit, was Sie tra­gen?

Wenn ich was tra­ge, was ihr über­haupt nicht ge­fällt, dann sagt sie mir das. Aber in der Re­gel ent­schei­de ich das selbst. Sie ha­ben zwei Kin­der mit Ih­rer ers­ten Frau und le­ben mit Ih­rer zwei­ten Frau und de­ren Sohn in Ber­lin. Patch­work – wie klappt das so?

Gut! Na ja, mein „Jüngs­ter“ist gera­de 25 Jah­re alt. (lacht) Okay, al­so al­le schon aus dem Gröbs­ten raus.

Nee. Das ist nur ei­ne Ver­la­ge­rung der Schwie­rig­kei­ten, die in dem Al­ter dann kom­men. Sie sind zwei­fa­cher Opa!

Ja, und ich bin ein wirk­lich stol­zer Opa. Es ist zwar ir­ri­tie­rend, wenn man ein drei­jäh­ri­ges Kind auf dem Schoß hat, das Opa zu ei­nem sagt. Und dir be­wusst wird: Das ist die neue Ge­ne­ra­ti­on. Die nächs­te, die ab­tritt, bist du! Schön ist es trotz­dem. Ha­ben Sie jetzt, da Ih­re Kin­der ih­re ei­ge­nen We­ge ge­hen, ei­gent­lich neue Frei­hei­ten für sich ent­deckt?

Ich ar­bei­te nach wie vor viel, mei­ne Frau ar­bei­tet auch viel, ich ha­be in die­sem Jahr vier „Tat­or­te“vor der Brust. Und nun auch noch der neue Job als Dress­man. Ha­ben Sie noch ge­nug Zeit für die Lie­be und die Fa­mi­lie?

Tja, ich dre­he ja im­mer in an­de­ren Städ­ten, für ei­nen „Tat­ort“bin ich fünf Wo­chen weg. In mei­nem Job bril­liert man vor al­lem durch Ab­we­sen­heit. Das kann ei­ne Be­zie­hung na­tür­lich auch frisch hal­ten …

Ja, aber es ist auch schön, wenn man auch Zeit zu­sam­men hat und nicht im­mer weg ist. Was ist Ihr größ­ter Traum, den Sie noch nicht ver­wirk­licht ha­ben?

(Lan­ge Pau­se.) Ich ha­be kei­ne un­er­füll­ten Träu­me. Ich ha­be ei­ne tol­le Frau, tol­le Kin­der, die ich sehr lie­be und de­nen es gut geht. Ich ha­be ei­ne Ar­beit, die ich mag. Nee, mir geht es wirk­lich sehr gut. Und Sie sind ein sehr be­lieb­ter, er­folg­rei­cher Schau­spie­ler!

Ja, und man darf nicht ver­ges­sen, dass der Be­ruf äu­ßerst bru­tal ist. Nur vier Pro­zent kön­nen da­von le­ben, zu de­nen ge­hö­re ich. 96 Pro­zent kön­nen nicht gut da­von le­ben. Deut­sche Thea­ter zah­len Hun­ger­löh­ne. Al­so: In der Me­cker-Schlan­ge muss ich mich ganz hin­ten an­stel­len.

Wie man sich vor der Ka­me­ra rich­tig be­wegt, weiß Klaus J. Beh­rendt ge­nau. Sein neu­er Job als Mo­del dürf­te ihm nicht schwer­fal­len. ü Der „Tat­ort: Di­cker als Was­ser“mit Klaus J. Beh­rendt läuft am 9. Ju­li um 20.15 Uhr in der ARD.

Au­to­gramm-Adres­se Klaus J. Beh­rendt c/o Agen­tur Dirk Fehr­ecke Lud­wig­kirch­platz 2 10719 Ber­lin

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