Rat­ge­ber: Die neu­en Be­trü­ger-Tricks

Gau­ner lau­ern über­all – doch das heißt nicht, dass Sie de­ren Ma­schen wehr­los aus­ge­lie­fert sind. Wir ver­ra­ten, wie Sie sich vor Ab­zo­cke schüt­zen

Das Neue - - DIESE WOCHE IN NEUE -

Manch­mal be­reut man es mitt­ler­wei­le schon, ein­fach nur die Haus­tür ge­öff­net oder den Hö­rer ab­ge­nom­men zu ha­ben: Schon wie­der will ei­nem je­mand et­was an­dre­hen. Doch lei­der merkt man es nicht im­mer schnell ge­nug, dass man es mit ei­nem Be­trü­ger zu tun hat. Wir er­klä­ren die fünf neu­es­ten Ma­schen – und was Sie da­ge­gen tun kön­nen.

Fal­sche An­ru­fe

Die Tä­ter ru­fen z. B. mit der Num­mer der Po­li­zei an (über tech­ni­sche Di­ens­te kön­nen sie die An­zei­ge in Ih­rem Te­le­fon fäl­schen), um Ihr Ver­trau­en zu ge­win­nen. An­geb­lich ste­hen Sie auf ei­ner Lis­te von ge­plan­ten Ein­brü­chen. Auch Ihr Geld auf der Bank sei nicht si­cher, da Bank­mit­ar­bei­ter in kri­mi­nel­le Vor­gän­ge in­vol­viert wä­ren. Des­halb will man Sie „zur Un­ter­stüt­zung von Er­mitt­lun­gen“da­zu brin­gen, an frem­de Per­so­nen ei­ne ho­he Sum­me Bar­geld zu über­ge­ben. Tipp: Wen­den Sie sich an ei­ne Per­son Ih­res Ver­trau­ens und spre­chen Sie mit der rich­ti­gen Po­li­zei, die üb­ri­gens selbst nie un­ter der 110 an­ruft.

Rauch­mel­der- Kon­trol­leu­re

An­geb­li­che Rauch­mel­der-Kon­trol­leu­re wol­len in Ih­rer Woh­nung über­prü­fen, ob die Rauch­mel­der rich­tig an­ge­bracht sind. Tipp: Nur Men­schen ins Haus las­sen, die ih­ren Be­such vor­her schrift­lich an­ge­kün­digt ha­ben. Sich nur den Aus­weis zei­gen las­sen, bie­tet kei­ne Si­cher­heit, den kann je­der leicht fäl­schen.

Teu­re Hand­wer­ker­diens­te

Als Hand­wer­ker ge­tarnt wei­sen sie Haus­be­sit­zer auf Schä­den hin und bie­ten gleich die Re­pa­ra­tur an. Da­für stel­len die Be­trü­ger dann saf­ti­ge Rech­nun­gen aus, die so­fort be­zahlt wer­den sol­len. Tipp: Be­auf­tra­gen Sie kei­ne Hand­wer­ker an der Haus­tür und las­sen Sie sich auf kei­nen Fall un­ter Druck set­zen we­gen ver­meint­li­cher Schä­den oder Bau­vor­schrif­ten.

Die Ja- Fal­le

„Spre­che ich mit …?“– wer dar­auf mit „Ja“ant­wor­tet, könn­te schon Be­trü­gern ins Netz ge­gan­gen sein! Denn die schnei­den das auf­ge­zeich­ne­te Ge­spräch so zu­sam­men, als hät­te man mit die­sem „Ja“ei­nem Ver­trag zu­ge­stimmt. Da­ge­gen hilft, den For­de­run­gen schrift­lich zu wi­der­spre­chen und nicht zu zah­len.

Ge­fah­ren im In­ter­net

Ak­tu­ell warnt die Ver­brau­cher­zen­tra­le vor E-Mails mit der Nach­richt, dass Sie sich auf ei­ner Rou­ten­pla­ner-Web­site zur Zah­lung ver­pflich­tet ha­ben. Die un­se­riö­sen An­bie­ter sind im In­ter­net un­ter ver­schie­de­nen URLs wie zum Bei­spiel www.maps­rou­ten­pla­ner.com oder auch www.maps-rou­ten­pla­ner.net, www.maps-rou­ten­pla­ner.on­line, aber auch www.rou­ten­pro­fi.net un­ter­wegs. Sie dro­hen mit dem „In­kas­so Au­ßen­dienst Team“. Las­sen Sie sich kei­ne Angst ein­ja­gen und zah­len Sie den ge­for­der­ten Be­trag bloß nicht!

Um in Ih­re Woh­nung zu kom­men, fällt Be­trü­gern im­mer wie­der et­was Neu­es ein.

Nicht je­der kennt sich im In­ter­net bes­tens aus – das wird scham­los aus­ge­nutzt.

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