Pa­ti­ent Stim­me

Mit dem Al­ter ver­än­dert sich oft der Klang der Stim­me – sie wird schwä­cher, rau­er und manch­mal brü­chig. Doch die­sem Pro­zess lässt sich ent­ge­gen­wir­ken

Das Neue - - MEDIZIN -

Die Ve­rän­de­run­gen schrei­ten schlei­chend vor­an – der Kehl­kopf ver­knö­chert, sei­ne Muskeln und das um­lie­gen­de Ge­we­be wer­den dün­ner und ver­lie­ren an Elas­ti­zi­tät. Au­ßer­dem wer­den die Stimm­lip­pen stei­fer und schlie­ßen manch­mal nicht mehr rich­tig. Vor al­lem die Hor­mon­um­stel­lung im Al­ter be­güns­tigt ei­ne hei­ser oder zitt­rig klin­gen­de Stim­me.

Die Ur­sa­chen vom Arzt ab­klä­ren las­sen

Auch wenn es sich in vie­len Fäl­len um ei­ne Al­ters­er­schei­nung han­delt, kön­nen eben­so Er­kran­kun­gen wie ein Tu­mor oder ei­ne Zys­te an den Stimm­bän­dern Ve­rän­de­run­gen her­vor- ru­fen. Da­her ist es rat­sam, bei ei­ner an­hal­ten­den Hei­ser­keit oder et­wa Pro­ble­men beim Hus­ten ei­nen Hals-Na­sen-Oh­renArzt oder ei­nen Pho­nia­ter, den Fach­arzt für Stimmstö­run­gen, auf­zu­su­chen.

Be­hand­lung ist mög­lich

Auch wenn kei­ne Er­kran­kung da­hin­ter­steckt, kann ein Lei­dens­druck be­ste­hen – ins­be­son­de­re wenn ei­ne sehr lei­se Stim­me die Ar­ti­ku­la­ti­on er­schwert. Dann kann ei­ne Stimmthe­ra­pie bei ei­nem Lo­go­pä­den hel­fen. Die­ser zeigt, wie ei­ne ver­än­der­te At­mung und der rich­ti­ge Mus­kel­ein­satz für ei­nen kraft­vol­le­ren Klang sor­gen. In spe­zi­el­len Fäl­len kann das Sprit­zen von Hyalu­ron­säu­re oder ei­ne OP da­für sor­gen, dass die Stimm­lip­pen wie­der elas­tisch wer­den und rich­tig schlie­ßen. Wird der Ein­griff vom Fach­arzt ver­ord­net, kommt die Kran­ken­kas­se in der Re­gel für die Kos­ten auf.

Durch ein ge­ziel­tes Trai­ning, z. B. durch Sum­men, lässt sich die Be­weg­lich­keit der Stimm­bän­der er­hal­ten.

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