Ar­nold Schwar­ze­negger:

„Mis­ter Uni­ver­sum“wird 70 Ar­nold Schwar­ze­negger

Das Neue - - DIESE WOCHE IN DAS NEUE -

„Ich träum­te von Macht und Geld“

Als er mit 20 nach Ame­ri­ka ging, hat­te er nichts im Ge­päck au­ßer ei­nen ge­stähl­ten Kör­per und ei­nen noch stär­ke­ren Wil­len. 50 Jah­re spä­ter zählt Ar­nold Alois Schwar­ze­negger zu den be­kann­tes­ten Per­sön­lich­kei­ten des Pla­ne­ten. Er, der es vom „Mis­ter Uni­ver­sum“zum „Gou­ver­na­tor“schaff­te. Er, der Sät­ze ge­prägt hat wie „I’ll be back“und „Has­ta la vis­ta, Ba­by“. Er, der trotz künst­li­cher Hüf­te und neu­er Herz­klap­pe längst nicht an Ren­te denkt – er fei­ert am 30. Ju­li sei­nen 70. Ge­burts­tag.

1947 in Thal ge­bo­ren, wuchs Ar­nold Schwar­ze­negger in be­hü­te­ten Ver­hält­nis­sen auf. Sein Va­ter Po­li­zist, die Mut­ter Haus­frau. Schon früh war klar, dass Ar­nold an­ders ist als an­de­re. Ehr­gei­zi­ger, dis­zi­pli­nier­ter, mu­ti­ger. „Nor­ma­le Men­schen sind mit ei­nem ein­fa­chen Le­ben zu­frie­den. Ich war im­mer be­ein­druckt von Grö­ße und Macht“, er­zählt er. Für ihn war Bo­dy­buil­ding dar­um mehr als ei­ne Lei­den­schaft, es soll­te sein Ti­cket wer­den nach ganz oben. Mit nur 20 Jah­ren si­cher­te sich der Ös­ter­rei­cher den Ti­tel des „Mis­ter Uni­ver­sum“. Ein Jahr spä- ter zog es ihn schließ­lich in die USA. Geld hat­te er kei­nes, Eng­lisch konn­te er nicht. Auch sein schau­spie­le­ri­sches Ta­lent ließ zu wün­schen üb­rig. Den­noch ge­wann er 1977 für „Mis­ter Uni­ver­sum“den Gol­den Glo­be als bes­ter Nach­wuchs­schau­spie­ler. Mit „Co­n­an der Bar­bar“nahm der Hö­hen­flug sei­nen Lauf. Und mit „Ter­mi­na­tor“wur­de Ar­nie end­gül­tig zur Le­gen­de – da­bei spricht er in die­sem Ac­tion­film gera­de mal sieb­zehn Sät­ze.

Im Jahr 2003 dann der ul­ti­ma­ti­ve Kar­rie­re­wech­sel, der da­mals 56-Jäh­ri­ge kan­di­dier­te für den Gou­ver­neurs­pos­ten in Ka­li­for­ni­en – und ge­wann. Aus dem „Ter­mi­na­tor“wur­de zwi­schen 2003 und 2011 der „Gou­ver­na­tor“. Sei­ne Po­li­tik war je­doch bis zum Schluss um­strit­ten. Das Ver­spre­chen, wie ein Ac­tion-Held in der Re­gie­rung „auf­zu­räu­men“, konn­te er nicht hal­ten. Doch Punk­te sam­mel­te er als grü­ner Po­li­ti­ker.

Das En­de sei­ner po­li­ti­schen Lauf­bahn war auch gleich­zei­tig das sei­ner Ehe mit Ma­ria Shri­ver (61). Sein Ver­hält­nis mit Haus­häl­te­rin Mild­red Bae­na (55) und die un­ge­woll­ten Fol­gen, ein jetzt 19-jäh­ri­ger Sohn, be­schrieb er als „dum­me Sa­che“, die er nie

Die Schei­dung nach sei­ner Af­fä­re be­zeich­net er als „dum­me Sa­che“

hät­te tun sol­len. „Ich ha­be das to­tal ver­bockt“, re­sü­miert er die Schei­dung von der Mut­ter sei­ner vier Kin­der.

Ei­ne „stei­ri­sche Eiche“wie er mag zwar wa­ckeln, aber fällt nicht. Heu­te ist der Sel­fem­a­deMil­lio­när in Sa­chen Kli­ma­schutz un­ter­wegs, traf sich erst im Ju­ni mit dem fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Em­ma­nu­el Ma­cron (39). Auch neue Ki­no­pro­jek­te sind ge­plant. Ar­nie be­tont: „Ich mag alt sein, aber nicht ver­al­tet.“Dem ist nichts hin­zu­zu­fü­gen.

o Mit Ex-Frau Ma­ria und sei­nen vier Kin­dern Ka­the­ri­ne (27), Chris­ti­na (26), Patrick (23) und Chris­to­pher (19, v. l.). Vom Bo­dy­buil­der zum Mil­lio­när: Ar­nold Schwar­ze­negger ver­kör­pert wie kein an­de­rer den ame­ri­ka­ni­schen Traum.

ü Zu sei­nem un­ehe­li­chen Sohn Jo­seph Bae­na hat Ar­nie heu­te ein in­ni­ges Ver­hält­nis, sagt: „Er ist ge­nau wie ich, nur in jung.“

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