– Die­se Me­di­ka­men­te dür­fen Sie nicht ein­fach ab­set­zen

Tritt ei­ne Wir­kung ein, be­en­den vie­le Pa­ti­en­ten ein­fach die Ein­nah­me von Arz­nei­en. Das kann erns­te Fol­gen ha­ben

Das Neue - - DIESE WOCHE IN DAS NEUE -

Vie­le Äl­te­re neh­men bis zu fünf Me­di­ka­men­te täg­lich ein. Oft möch­ten sie ein­zel­ne da­von ab­set­zen, weil sie ih­nen nicht be­kom­men oder et­wa mü­de ma­chen. Bit­te nicht! Denn wenn der ge­wohn­te Wirk­stoff plötz­lich fehlt, kann es zu über­schie­ßen­den Ge­gen­re­ak­tio­nen des Kör­pers kom­men. Spre­chen Sie bei fol­gen­den Me­di­ka­men­ten mit Ih­rem Arzt, z. B. über ein lang­sa­mes „Aus­schlei­chen“:

Blut­hoch­druck­mit­tel

Be­ta­blo­cker, ACE-Hem­mer und an­de­re Blut­druck­sen­ker sor­gen da­für, dass sich die Wer­te nor­ma­li­sie­ren. Die Wir­kung hält je­doch nur an, wenn die Mit­tel re­gel­mä­ßig und in en­ger Ab­spra­che mit dem Arzt ein­ge­nom­men wer­den. Wer die Mit­tel ei­gen­mäch­tig ab­setzt, ris­kiert, dass der Blut­druck sprung­haft steigt und schlimms­ten­falls so­gar ei­nen Schlag­an­fall!

Säu­reblo­cker

Ge­gen Sod­bren­nen schlu­cken vie­le Men­schen re­zept­freie Ma­gen­säu­reblo­cker, so­ge­nann­te Pro­to­nen­pum­pen­hem­mer (PPI). Wer sol­che Prä­pa­ra­te über vier Wo­chen und län­ger ein­ge­nom­men hat, soll­te die Wirk­stoff­men­ge stu­fen­wei­se ver­rin­gern. Sonst kann es zu ver­stärk­ter Bil­dung von Ma­gen­säu­re kom­men.

Hor­mon­prä­pa­ra­te

Vie­le Frau­en nei­gen da­zu, Hor­mo­ne ab­zu­set­zen, wenn es ih­nen bes­ser geht. Doch dann kön­nen er­neut hef­ti­ge Sym­pto­me wie Hit­ze­wal­lun­gen, de­pres­si­ve Ver­stim­mun­gen,

Kopf­schmer­zen und Herz­ra­sen auf­tre­ten.

Kor­ti­son- Prä­pa­ra­te

Sie wer­den vor al­lem bei Asth­ma oder Rheu­ma ein­ge­setzt, un­ter­drü­cken die Bil­dung des Hor­mons Cor­ti­sol. Bei ei­ner Ein­nah­me von mehr als 14 Ta­gen fährt der Kör­per die Pro­duk­ti­on des Hor­mons her­un­ter. Wird das Mit­tel plötz­lich ab­ge­setzt, fehlt es dem Or­ga­nis­mus, und es kann zu Schwä­che, Übel­keit und Mü­dig­keit kom­men.

Auch wenn wir uns bes­ser füh­len, brau­chen wir oft noch den Wirk­stoff.

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