Hei­lung be­ginnt im Kopf

Das Neue - - FAMILIE -

Von wun­der­sa­men Hei­lun­gen hört man im­mer wie­der. Auch die Ge­schich­te von In­grid H. ge­hört da­zu. Ih­re Le­bens­er­war­tung lag mit Glück noch bei drei Mo­na­ten. Der Krebs hat­te Me­ta­sta­sen ge­bil­det. Che­mo­the­ra­pie und Be­strah­lung lehn­te die Buch­hal­te­rin ab. Das war vor zwan­zig Jah­ren. Wie sie die Krank­heit über­wun­den hat? „Ich war fest da­von über­zeugt, dass ich wie­der ge­sund wer­de. Und ich ha­be nur noch ge- tan, was mir Freu­de mach­te und mir Kraft gab“.

In­grid H. hat­te viel Glück. Of­fen­bar hat ihr Selbst­hei­lungs­sys­tem gut für sie ge­sorgt und ih­re Ge­ne­sung ge­för­dert – oh­ne Arzt und Me­di­zin. Aus­ge­löst hat das aber der fes­te Glau­be, dass sie ih­re Krank­heit über­win­den kann. Denn Hei­lung be­ginnt im Kopf. Das be­le­gen zahl­rei­che Stu­di­en.

Po­si­ti­ve Ge­dan­ken för­dern die Hei­lung

Ich den­ke mich ge­sund – wie kann das funk­tio­nie­ren? Un­se­re Psy­che, das Ner­ven­sys­tem und die kör­per­ei­ge­ne Krank­heits­ab­wehr, tau­schen sich per­ma­nent un­ter­ein­an­der aus. Po­si­ti­ve Ge­dan­ken oder Ge­füh­le wie Freu­de und Stolz ak­ti­vie­ren im Kör­per ei­ne mess­ba­re Ent­span­nung, weil ge­sund­heits­för­der­li­che und be­ru­hi­gen­de Hor­mo­ne frei­ge­setzt wer­den. In die­sem „Wohl­fühl­mo­dus“ist der Kör­per in der La­ge, sich selbst zu re­pa­rie­ren. Wer po­si­tiv denkt, be­kommt sel­te­ner Er­käl­tun­gen, Herz-Kreis­lauf-Lei­den, Hei­lungs­pro­zes­se wer­den be­schleu­nigt, Schmer­zen we­ni­ger stark emp­fun­den. Und es hat sich ge­zeigt, dass Men­schen, die sehr ent­schie­den ei­nen Be­hand­lungs­weg ge­hen, ob schul- oder al­ter­na­tiv­me­di­zi­nisch, ei­nen bes­se­ren Krank­heits­ver­lauf ha­ben, als je­ne, die in ih­rem Ver­trau­en schwan­ken.

Op­ti­mis­mus kann je­der ein­fach ler­nen

Po­si­ti­ves Den­ken be­stimmt al­so un­se­re Ge­sund­heit. Aber was nützt mir die­se Er­kennt­nis, wenn ich je­den Tag grü­be­le und mir Sor­gen ma­che? Die gu­te Nach­richt ist, dass wir ei­ne op­ti­mis­ti­sche Denk­wei­se ler­nen kön­nen. Bei­spiels­wei­se durch be­wusst for­mu­lier­te Kraft­sät­ze (sie­he links), die uns bei der

Er­rei­chung un­se­rer Wün­sche und Zie­le hel­fen sol­len. Sie ba­sie­ren auf der An­nah­me, dass un­se­re Ge­dan­ken nicht nur das, was wir füh­len oder tun, son­dern auch Kör­per­vor­gän­ge steu­ern. Mit den rich­ti­gen Le­bens­mit­teln und ei­ner Por­ti­on Ge­las­sen­heit wer­den eben­falls Glücks­hor­mo­ne ak­ti­viert. Was auch hilft:

Ge­hen Sie auf­recht! Die Kör­per­hal­tung hat ei­nen ganz di­rek­ten Ein­fluss dar­auf, wie wir füh­len. Wer auf­recht steht wirkt nicht nur selbst­si­cher, er fühlt sich auch so. Die Stim­mung steigt und das Im­mun­sys­tem ar­bei­tet ef­fek­ti­ver.

La­chen Sie! Denn da­bei wer­den Mus­keln ak­ti­viert, die das Ge­hirn sti­mu­lie­ren. Es schüt­tet Glücks­bo­ten­stof­fe aus. Da­zu muss man noch nicht ein­mal rich­tig la­chen. Neh­men Sie ein­fach ei­nen Blei­stift quer in den Mund. Das hat den glei­chen po­si­ti­ven Ef­fekt.

Schla­fen Sie gut und aus­rei­chend viel! Bis zu 50 Mil­lio­nen Zel­len wer­den im Schlaf pro Se­kun­de durch fri­sche aus­ge­tauscht. Das wirkt wie ein Ver­jün­gungs­pro­gramm auf den Kör­per. Ide­al ist ei­ne Schlaf­dau­er von 7,5 St­un­den. Und: Aus­ge­schla­fen und er­holt, kom­men uns die meis­ten Her­aus­for­de­run­gen des All­tags nur noch halb so schwer vor.

Schau­en Sie nach vorn! Strei­chen Sie Sät­ze wie „Hät­te ich nur...“oder „Könn­te ich doch...“Wenn man sich je­den Mor­gen fragt: Was kann ich heu­te tun, um mein Le­ben zu ver­bes­sern, sorgt das au­to­ma­tisch für po­si­ti­ve Ge­dan­ken.

Al­les, was uns Spaß macht, re­du­ziert schä­di­gen­de Stress­hor­mo­ne.

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