Kö­ni­gin Marg­re­the von Dä­ne­mark: Folgt sie ih­rem Her­zen?

… oder er­füllt si­eih­re kö­nig­li­che Pflicht?

Das Neue - - NEWS -

Die Kro­ne ist ei­ne Ver­pflich­tung fürs Le­ben“– das be­ton­te Kö­ni­gin Marg­re­the von Dä­ne­mark (77) über die Jah­re im­mer, wenn sie auf ih­re Ab­dan­kung an­ge­spro­chen wur­de. Doch nun muss sie ei­nen bö­sen Schick­sals­schlag ver­kraf­ten: Ihr ge­lieb­ter Mann, Prinz Hen­rik (83), lei­det an schwe­rer De­menz („ das neue“be­rich­te­te schon ak­tu­ell in Heft 37). Und die Mon­ar­chin steht vor der schwers­ten Ent­schei­dung ih­res Le­bens: Folgt sie ih­rem Her­zen und küm­mert sich um ih­ren kran­ken Mann – oder er­füllt sie ih­re kö­nig­li­che Pflicht?

Die Kö­ni­gin kämpft die­ser Tage in je­der Mi­nu­te mit sich und ver­gießt auch so man­che Trä­ne. Ei­ner­seits fühlt sie sich ih­rem Volk ver­pflich­tet. Schließ­lich trat der letz­te Kö­nig frei­wil­lig im Jahr 1146 zu­rück, ihr „Be­ruf“ist Be­ru­fung. Doch ist da auch die gro­ße Lie­be zu ih­rem Mann, mit dem sie seit 50 Jah­ren ver­hei­ra­tet ist. Dem sie Treue in gu­ten wie in schlech­ten Ta­gen schwor. Ge­ra­de er­in­ner­te sie sich an­läss­lich ih­rer gol­de­nen Hoch­zeit weh­mü­tig an die ers­te rich­ti­ge Ver­ab­re-

Die Zu­kunft der Mon­ar­chie ist ge­re­gelt. Aber lässt die Kö­ni­gin sich er­wei­chen?

dung der bei­den 1966: „An die­sem Abend wuss­te ich, dass ich mich uns­terb­lich in ihn ver­liebt hat­te.“Es sind die­se bit­ter­sü­ßen Er­in­ne­run­gen, die ihr das Le­ben jetzt so schwer ma­chen.

Kann, ja darf Marg­re­the Lie­be und Pflicht der­art ge­gen­ein­an­der ab­wä­gen? Oder be­steht die Pflicht nicht viel mehr da­rin, ihr Le­ben nun voll­kom­men dem Mann zu wid­men, der ihr so lan­ge sei­nes wid­me­te? Denn im­mer­hin ist auf ei­nes Ver­lass: Die Zu­kunft der Mon­ar­chie ist mit ih­rem Sohn, Kron­prinz Fre­de­rik (49), und Schwie­ger­toch­ter Ma­ry (45) ge­si­chert. Kann Marg­re­the los­las­sen, um Hen­rik all die Lie­be zu ge­ben, die er jetzt braucht?

Die Kö­ni­gin, die 1972 ge­krönt wur­de, ist nicht nur für ihr Volk, son­dern auch für ih­ren Mann der Fels in der Bran­dung. Ein schwe­rer Ge­wis­sens­kon­flikt!

Hen­rik hat­te zu­letzt auf­grund sei­ner De­menz mit skan­da­lö­sen Aus­sa­gen von sich re­den ge­macht. Er braucht in Zu­kunft im­mer mehr Un­ter­stüt­zung. Marg­re­the fragt sich: Wä­re es nicht bes­ser, wenn sie selbst un­ein­ge­schränkt für ihn da wä­re?

Die Zu­kunft der Mon­ar­chie: Dankt Marg­re­the jetzt zu­guns­ten ih­res Soh­nes Fre­de­rik und sei­ner Frau Ma­ry ab?

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