– Wann hilft wel­ches Me­di­ka­ment?

Von Kor­ti­son-Ta­blet­ten bis zu Mit­teln ge­gen Rheu­ma: Der idea­le Ein­nah­me­plan nach dem per­sön­li­chen Biorhyth­mus

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Un­ser Stoff­wech­sel und die Or­gan­funk­ti­on fol­gen ei­nem bio­lo­gi­schen Rhyth­mus. Des­halb schwan­ken Wir­kung und Ver­träg­lich­keit von Me­di­ka­men­ten – je nach Ta­ges­zeit – er­heb­lich. „Vie­le Men­schen wis­sen das nicht und neh­men Me­di­ka­men­te zum fal­schen Zeit­punkt ein“, warnt Dr. Ed­da Wür­de­mann, Apo­the­ke­rin von der Tech­ni­ker Kran­ken­kas­se. Wie es rich­tig geht, er­klä­ren wir hier:

6 bis 8 Uhr: Kor­ti­son- Mit­tel

Früh­mor­gens er­reicht die Kor­ti­son-Pro­duk­ti­on der Ne­ben­nie­ren ih­ren Hö­he­punkt. Zu­ge­führ­tes Kor­ti­son ist dann we­ni­ger an­stren­gend für den Kör­per als zu an­de­ren Ta­ges­zei­ten. Da­durch ver­rin­gert sich die Ge­fahr von Ne­ben­wir­kun­gen.

6 bis 10 Uhr: Schild­drü­sen­hor­mo­ne

Die Mit­tel soll­ten min­des­tens ei­ne hal­be St­un­de vor dem Früh­stück ge­schluckt wer­den. Auf nüch­ter­nen Ma­gen nimmt der Kör­per die Schild­drü­sen­hor­mo­ne bes­ser auf.

8 bis 12 Uhr: Blut­druck­sen­ker

Mor­gens schal­tet der Kör­per auf Ak­ti­vi­tät um, er er­höht al­so den

Blut­druck und die Herz­fre­quenz. Des­halb sind blut­druck­sen­ken­de Mit­tel am Vor­mit­tag am ef­fek­tivs­ten. Es gibt je­doch auch ei­ni­ge Blut­druck­sen­ker, de­ren Wir­kung ver­zö­gert er­folgt. Falls Sie sich nicht si­cher sind: Fra­gen Sie bei Ih­rem Arzt nach, wel­chen er ver­schrie­ben hat.

Um 15 Uhr: Sprit­ze beim Zahn­arzt

Neue­ren wis­sen­schaft­li­chen Un­ter­su­chun­gen zu­fol­ge ist die Schmerz­wahr­neh­mung am frü­hen Nach­mit­tag am ge­rings­ten. Au­ßer­dem wirkt ei­ne ört­li­che Be­täu­bung dann drei­mal län­ger als am Vor­mit­tag.

18 bis 20 Uhr: weib­li­che Hor­mo­ne

Östro­ge­ne und an­de­re Hor­mo­ne sol­len bei Schlaf­stö­run­gen oder Hit­ze­wal­lun­gen in den Wech­sel­jah­ren hel­fen. Da­mit sie in der Nacht wir­ken kön­nen, ist am Abend der rich­ti­ge Zeit­punkt, sie ein­zu­neh­men. Vor­sicht vor ei­ner Über­do­sie­rung: Sie könn­ten da­durch Schwie­rig­kei­ten ha­ben, mor­gens aus dem Bett zu kom­men.

Auch der Zeit­punkt der Ein­nah­me ent­schei­det über die Wir­kung.

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