Am Image ar­bei­ten

Fa­zit aus Stu­die gibt Hin­wei­se für Stadt Del­men­horst

Delmenhorster Kreisblatt - - VORDERSEITE -

DEL­MEN­HORST Del­men­horst soll­te in sei­nem Woh­nungs­an­ge­bot ei­nen Ziel­grup­pen­mix be­die­nen und nicht aus­schließ­lich die Neu­bau­seg­men­te be­die­nen. Das ist ei­ne Fest­stel­lung, die die Geo­gra­fin Ca­ro­lin Wand­zik des In­sti­tuts Ge­wos am Don­ners­tag im zu­sam­men­ge­leg­ten Wirt­schafts­und Pla­nungs­aus­schuss ge­trof­fen hat.

The­ma war die jüngs­te Wan­de­rungs­mo­tiv­be­fra­gung, bei der Zu- und Fort­ge­zo­ge­ne Del­men­hors­ter un­ter an­de­rem Grün­de für ih­re Um­zü­ge an­ge­ge­ben ha­ben. Wand­zik be­kräf­tig­te, die Stadt soll­te ei­ne Mehr­fach­stra­te­gie beim Woh­nen fah­ren. Ein­fa­mi­li­en­hausQuar­tie­re auf ar­ron­dier­ten Flä­chen am Stadt­rand sei­en eben­so wich­tig wie das Fül­len von Bau­lü­cken im In­nen­be­reich. Dies be­ton­te auch Stadt­sta­tis­ti­ker Chris­toph Jan­kow­sky.

Gleich­zei­tig wies die Geo­gra­fin auf ver­gleichs­wei­se güns­ti­ge Mie­ten und Häu­ser­prei­se hin. Bei­des hat­ten Be­frag­te ge­lobt. „Die­se Punk­te zeich­nen Del­men­horst aus. An dem star­ken Zu­zug aus Bre­men se­hen wir, dass nicht nur Trans­fer­leis­tungs­emp­fän­ger oder Ge­ring­ver­die­ner zu­zie­hen, son­dern be­son­ders die Ar­beit­neh­mer. Das ist ei­ne ech­te Chan­ce für die Stadt.“Sie be­ton­te, die Stadt müs­se wei­ter­hin Wohn­raum schaf­fen, um die Nach­fra­ge in ei­ner wach­sen­den Stadt zu be­frie­di­gen. An­dern­falls wür­den Fort­zü­ge, wie von Gut­ver­die­nern in den Land­kreis Ol­den­burg, for­ciert.

Ei­ne wei­te­re Schluss­fol­ge­rung Wand­ziks war, das Image und die Wohn­um­feld­qua­li­tä­ten der Stadt zu ver­bes­sern. Hin­ter­grund war, dass vie­le Fort­ge­zo­ge­ne die­se Punk­te be­män­gelt hat­ten. Wie ge­nau das er­fol­gen kann, blieb of­fen. Die Aus­schuss­mit­glie­der lob­ten die Er­kennt­nis­se der Be­fra­gung. Pe­dro Ben­ja­min Be­cer­ra (UAD) al­ler­dings zog al­ler­dings an­ge­sichts des Um­stands, dass 30 Pro­zent der Teil­neh­mer an­ga­ben, ei­nen Uniab­schluss zu ha­ben, die brei­te Aus­sa­ge­kraft in Zwei­fel. Zu der auf­fäl­li­gen Ab­wan­de­rung von Se­nio­ren – ver­mut­lich in Se­nio­ren­hei­me – be­merk­te An­ge­li­ka van Oh­len aus dem Se­nio­ren­bei­rat der Stadt, dass es ge­ra­de die­se Grup­pe schwer ha­be, sich mit Wohn­raum zu ver­sor­gen, wenn das ei­ge­ne Heim auf­ge­ge­ben wer­de.

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