„Wenn man sich ver­wei­gert, kann man nichts er­le­ben“

Jan Be­cker will am Mon­tag im Klei­nen Haus die Fas­zi­na­ti­on der Hyp­no­se wei­ter­ge­ben

Delmenhorster Kreisblatt - - DELMENHORST - Von Lenn­art Bonk

DEL­MEN­HORST Hyp­no­se ist ein Reiz­the­ma. Das weiß Deutsch­lands be­kann­tes­ter Hyp­no­ti­seur Jan Be­cker aus lang­jäh­ri­ger Er­fah­rung. Mit sei­ner neu­es­ten Show „Via – Der Weg der Hyp­no­se“ist er am kom­men­den Mon­tag, 17. Sep­tem­ber, 20 Uhr, im Klei­nen Haus zu Gast. Kar­ten gibt es im dk-Ti­cket­shop so­wie ab 19 Uhr auch an der Abend­kas­se. In Del­men­horst möch­te Be­cker die Fas­zi­na­ti­on Hyp­no­se wei­ter­ge­ben. Mit dem dk hat der 43-Jäh­ri­ge über Men­tal-Tricks, das See­len­le­ben der Del­men­hors­ter und der Skep­ti­ker ge­spro­chen.

Herr Be­cker, Sie tre­ten zum drit­ten Mal in Del­men­horst auf. Wel­che Er­kennt­nis­se ha­ben Sie über das See­len­le­ben der Del­men­hors­ter bei den vor­he­ri­gen Auf­trit­ten ge­won­nen?

Jan Be­cker: Wir Men­schen un­ter­schei­den uns nicht viel von­ein­an­der. Ob Lon­don oder Del­men­horst: Wenn Leu­te Hyp­no­se hö­ren, ent­facht das bei ih­nen ein Feu­er­werk der Fan­ta­sie. In der Come­dy ist das mit dem Pu­bli­kum an­ders. Ein be­freun­de­ter Co­me­di­an hat mir mal ge­sagt, dass das Pu­bli­kum im Nor­den eher re­ser­vier­ter sei. Aber die Hyp­no­se ist ein Reiz­the­ma. Das ist in Del­men­horst nicht an­ders.

Wor­auf kann sich das Pu­bli­kum im Klei­nen Haus ge­fasst ma­chen?

Letz­tes Jahr hat­ten die Zu­schau­er noch Kopf­hö­rer auf. In die­sem Jahr wird es di­rek­ter. Es wer­den ko­mi­sche Din­ge auf der Büh­ne pas­sie­ren. Die Leu­te wer­den selt­sa­me Din­ge tun und Selbst­ver­ständ­li­ches ver­ges­sen. Ich wer­de mei­nen Weg der Hyp­no­se auf­zei­gen und mei­ne Fas­zi­na­ti­on an der Hyp­no­se wei­ter­ge­ben.

Was ent­geg­nen Sie Skep­ti­kern? Was ist der Reiz an Ih­rer Hyp­no­se-Show?

Es geht ums Er­le­ben. Un­se­re Hal­tung wird zur Hand­lung. Wenn man sich ver­wei­gert, kann man auch nichts er­le­ben. Der Mensch sehnt sich nach Er­leb­nis­sen und die bie­te ich mit dem Abend.

Es heißt, nie­mand kön­ne sich Ih­rem Bann ent­zie­hen. Wie kna­cken Sie in­tro­ver­tier­te Cha­rak­te­re?

Wenn es um Ver­wei­ge­rung geht, kom­men wir nicht weit. Es geht dar­um, sei­ne Vor­stel­lungs­kraft zu ent­fal­ten und zu fra­gen, was kann ich al­les.

Gibt es Tricks, mit de­nen man es im All­tag in die Psy­che an­de­rer Leu­te schafft?

Ja, die gibt es wirk­lich. Da gibt es ei­ne Sa­che, die ich im­mer ma­che. Ich woll­te mit mei­ner Fa­mi­lie am Sonn­tag ins Ca­fé. Das Lo­kal war voll­be­legt. Ich frag­te die Be­die­nung, ob es noch ei­nen frei­en Tisch ge­be. Der Kell­ner sag­te, dass es kei­nen frei­en Tisch mehr gibt. Dar­auf­hin ha­be ich mei­ne For­de­rung ver­ständ­nis­voll mehr­fach wie­der­holt. Die nach­drück­li­che Wie­der­ho­lung hat die Be­die­nung zwar et­was ir­ri­tiert, aber sie hat sich dann die Mü­he ge­macht, für uns ei­nen Platz zu fin­den. Wir Men­schen ge­ben oft viel zu schnell auf.

FO­TO: GREGOR HOHENBERG

Pro­phe­zeit „selt­sa­me Din­ge“Jan Be­cker. für sei­nen Auf­tritt im Klei­nen Haus:

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