Mit dem Rei­se­bus zum Del­men­hors­ter Kar­tof­fel­fest

Die Strahl­kraft der Knol­le wirkt weit / Über 90 Aus­stel­ler beim Fest mit ver­kaufs­of­fe­nem Sonn­tag

Delmenhorster Kreisblatt - - VORDERSEITE - Von Kai Has­se und Tho­mas Breu­er

Del­men­horst geht am mor­gi­gen Sonn­tag in die 27. Auf­la­ge des Kar­tof­fel­fes­tes . Die Strahl­kraft des Fes­tes ist groß: Gäs­te wer­den so­gar aus Nord­rhein-West­fa­len er­war­tet.

DEL­MEN­HORST Das Kar­tof­fel­fest ge­hört zu Del­men­horst. Das stellt Ey­ke Swa­rovs­ky, Spre­cher der Del­men­hors­ter Wirt­schafts­för­de­rungs­ge­sell­schaft (dwfg) fest. Zum be­reits 27. Mal ist das Fest mit gro­ßem Pro­gramm im Ter­min­plan der Stadt. Mor­gen geht es um 11 Uhr los. Ab 13 Uhr läuft ein ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag.

Da­bei ha­be das Fest auch in die Re­gi­on ei­ne ho­he Strahl­kraft. Be­su­cher kä­men aus dem ge­sam­ten Um­feld der Stadt. „Es gibt so­gar Bus­un­ter­neh­men, un­ter an­de­rem aus Nord­rhein-West­fa­len, die Ta­ges­fahr­ten zum Kar­tof­fel­fest an­bie­ten“, sagt der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ma­na­ger der dwfg.

Del­men­horst ist nicht nur die Stadt zwi­schen den bei­den grö­ße­ren Städ­ten Bre­men und Ol­den­burg. Del­men­horst liegt auch mit­ten zwi­schen den Schol­len der Bau­ern drum­her­um. Dem Land­wirt­schaft­li­chen wur­de bei der Ent­ste­hung des Fes­tes Rechnung ge­tra­gen. Der Na­me des Kar­tof­fel­fes­tes geht zu­rück auf den Ver­kehrs­ver­ein, der das Fest vor 27 Jah­ren zum ers­ten Mal or­ga­ni­sier­te. „Die Ver­an­stal­ter woll­ten mit dem Na­men ver­deut­li­chen, dass Del­men­horst mehr als ei­ne Ge­schich­te als In­dus­trie­stadt hat“, er­klärt Swa­rovs­ky. „Die Ver­bin­dung zwi­schen Stadt und Land zu zei­gen – vor al­lem dar­auf kam es uns an“, wur­de die da­ma­li­ge Ge­schäfts­füh­rung des Ver­kehrs­ver­eins in ei­nem Pres­se­ar­ti­kel nach dem ers­ten Kar­tof­fel­fest zi­tiert. Ziel sei es ge­we­sen, das tra­di­tio­nel­le Markt­ge­sche­hen mit al­ter Hand­werks­kunst zu­sam­men­zu­brin­gen.

Schon beim zwei­ten Kar­tof­fel­fest vor 26 Jah­ren wa­ren 45 Aus­stel­ler da­bei. Das hat sich über die Jah­re ent­wi­ckelt: Heu­te sind es über 90. Und das ku­li­na­ri­sche An­ge­bot ist brei­ter ge­wor­den. Wer Brat­wurst oder Knipp will, fin­det bei­des. Aber den­noch bleibt das Fest der Knol­le treu: Erst­mals sind auch baye­ri­sche Kar­tof­fel­knö­del aus Ne­u­markt in der Ober­pfalz im An­ge­bot. Auch beim Rah­men­pro­gramm mit Mu­sik und Ak­tio­nen für Kin­der sei man mit der Zeit ge­gan­gen und über die Jah­re mo­der­ner ge­wor­den, oh­ne da­bei den ur­sprüng­li­chen Charme des Fes­tes zu ver­nach­läs­si­gen.

Das Kar­tof­fel­fest ge­hö­re zu den größ­ten Ver­an­stal­tun­gen, die in der Stadt ge­bo­ten wer­den. „Die Be­liebt­heit des Fes­tes zeigt sich al­lein schon dar­an, dass wir es am Sonn­tag be­reits zum 27. Mal in Ver­bin­dung mit dem ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag im gan­zen Stadt­ge­biet fei­ern“, so Swa­rovs­ky. Für den ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag öff­nen die Ge­schäf­te ab 13 Uhr in der City, aber auch im wei­te­ren Stadt­ge­biet.

Dem Länd­li­chen und Hand­werk­li­chen ist das Fest treu: Auf Rat­haus­platz und Wall­platz kann man Glas­blä­sern, Ket­ten­sä­ge­künst­lern, Drechs­lern, Sei­lern oder Mes­ser­schär­fern zu­schau­en. Rund um die Knol­le geht es et­wa beim Kar­tof­fel­schäl­wett­be­werb, Kar­tof­fel­bas­tel­ak­tio­nen, Sieb­druck und Kar­tof­fel­quiz. Zu­dem spie­len bei dem Fest Bands oder lo­ka­le Grup­pen wie die Del­me Squa­re Dan­cer, die Hasport Shan­tys, die Iris­hFolk-Grup­pe Shan­non, oder die Sun­down Skiff­lers.

ARCHIVFOTO: ANDRE­AS NISTLER

Stra­ßen­thea­ter gibt es mor­gen auch: Das Thea­ter Art Tre­mon­do war­tet mit far­ben­fro­hen In­sek­ten auf.

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