Sa­men­haus schließt zum Jah­res­en­de

Ge­schäfts­auf­ga­be nach mehr als 70 Jah­ren / Ver­kauf an der Grüp­pen­büh­re­ner Stra­ße läuft vor­aus­sicht­lich noch bis En­de De­zem­ber

Delmenhorster Kreisblatt - - VORDERSEITE - Von Bil­ja­na Ne­los­ka

GAN­DER­KE­SEE Das Sa­men­haus Mel­le macht nach mehr als 70 Jah­ren zu. In­ha­ber Jür­gen Mel­le geht in den Ru­he­stand und gibt sein Ge­schäft auf, das er 1987 von sei­nen El­tern über­nom­men hat. „Es ist ein­fach an der Zeit. Ich ha­be 50 Jah­re ge­ar­bei­tet, die ver­gan­ge­nen zehn oh­ne rich­ti­gen Ur­laub. Wir ha­ben auch Wün­sche, die wir uns noch er­fül­len wol­len“, sagt Jür­gen Mel­le. Die Sa­men­hand­lung bleibt vor­aus­sicht­lich noch bis En­de des Jah­res ge­öff­net. Was nach der Ge­schäfts­auf­ga­be mit den Rä­um­lich­kei­ten an der Grüp­pen­büh­re­ner Stra­ße pas­sie­ren wird, ist un­klar. „Das ist noch völ­lig of­fen“, so Mel­le.

Nach mehr als 70 Jah­ren schließt das Sa­men­haus Mel­le En­de des Jah­res. Was da­nach mit den Räu­men an der Grüp­pen­büh­re­ner Stra­ße pas­siert, ist un­ge­wiss.

GAN­DER­KE­SEE Das Sa­men­haus Mel­le macht nach mehr als sie­ben Jahr­zehn­ten zu. Vor­aus­sicht­lich bis En­de De­zem­ber kön­nen sich Kun­den in der Sa­men­fach­hand­lung mit Sa­men, Aqua­ri­en­pflan­zen und Tier­fut­ter ein­de­cken. Dann ist Schluss, weil In­ha­ber Jür­gen Mel­le in den Ru­he­stand geht.

„Es ist ein­fach an der Zeit. Ich ha­be 50 Jah­re ge­ar­bei­tet, die ver­gan­ge­nen zehn oh­ne rich­ti­gen Ur­laub. Wir ha­ben auch Wün­sche, die wir uns noch er­fül­len wol­len. Zum Bei­spiel Städ­te­ur­lau­be und an­de­re Sa­chen. Wir wer­den se­hen“, sagt Jür­gen Mel­le.

Sa­men­hand­lung 1947 ge­grün­det

„Wir wer­den ganz lang­sam schau­en, was wir dann ma­chen. Es wird si­cher­lich erst mal ei­ne gro­ße Um­stel­lung sein. Aber zu­nächst muss das al­les hier ab­ge­wi­ckelt wer­den“, sagt Ehe­frau Bar­ba­ra Mel­le, die eben­falls im Ge­schäft ar­bei­tet. 1947 wur­de die Sa­men­hand­lung von Fritz Mel­le, sei­nem Va­ter, er­öff­net – auf 25 Qua­drat­me­tern. Im Lau­fe der Jah­re wur­de das Ge­schäft er­wei­tert bis zu den heu­te be­ste­hen­den 180 Qua­drat­me­tern Ver­kaufs­flä­che. Als Fritz Mel­le 1963 starb, mach­te sei­ne Frau Ger­da wei­ter. 1987 über­nahm Jür­gen Mel­le dann das Ge­schäft sei­ner El­tern. Zu­vor hat­te der ge­lern­te Sa­men- und Zoo­kauf­mann auch be­reits im La­den ge­ar­bei­tet.

„Die Ge­schäfts­auf­ga­be tut uns vor al­lem leid we­gen un­se­rer Stamm­kun­den. Vie­le kom­men her, weil sie eben kurz ei­ne Klei­nig­keit brau­chen, wie ei­nen klei­nen Beu­tel Sa­men oder Er­de. Das wird es si­cher­lich auch im nächs­ten Bau­markt ge­ben. Aber hier vor Ort ist das schwie­ri­ger zu fin­den“, sagt Mel­le.

Was nach der Ge­schäfts­auf­ga­be mit den Rä­um­lich­kei­ten pas­sie­ren wird, ist un­klar. „Das ist noch völ­lig of­fen. Ich den­ke, die La­ge an die­sem Stand­ort ist ganz gut. Im Lau­fe des nächs­ten Jah­res wird hier si­cher­lich et­was pas­sie­ren. Aber was dann funk­tio­nie­ren wird, ist die Fra­ge“, sagt Mel­le.

Dank gilt den treu­en und lang­jäh­ri­gen Kun­den

Ei­ne Fir­ma bei­spiels­wei­se, die sich ver­grö­ßern oder ei­ne neue Fi­lia­le er­öff­nen will und ei­nen lang­jäh­ri­gen Miet­ver­trag an­strebt, könn­te Zu­kunft ha­ben, glaubt Mel­le. Schwie­ri­ger könn­te es für jun­ge Leu­te wer­den, die sich und ei­nen La­den par­al­lel fi­nan­zie­ren müss­ten. „Wir möch­ten uns aber auf je­den Fall bei un­se­ren lang­jäh­ri­gen treu­en Kun­den be­dan­ken“, be­tont Mel­le.

FO­TO: BIL­JA­NA NE­LOS­KA

Wer­den die Sa­men­hand­lung noch bis En­de des Jah­res be­trei­ben: Jür­gen und Bar­ba­ra Mel­le.

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