Lie­be Fach­händ­ler!

Der Fachhandler - - Editorial -

Wäh­rend sich die Scho­ko­la­den-Ad­vents­ka­len­der so lang­sam lee­ren, wird es drau­ßen wie­der früh­lings­haft warm. Der Win­ter­an­fang wird wohl ge­nau­so schnee­frei wie das Weih­nachts­fest. Dass die­ses aber qua­si kurz vor der Tür steht, mer­ken Sie als Händ­ler hof­fent­lich be­reits an Ih­ren Um­sät­zen: Wunsch­zet­tel wer­den zu Kas­sen­zet­teln, La­ger­be­stän­de – so es sie über­haupt gab – schrump­fen und Be­ra­tungs­ge­sprä­che wer­den ty­pisch vor­weih­nacht­lich. „Wie könn­te dies oder das mei­ner Frau ge­fal­len? Kann mein Va­ter da­mit noch was an­fan­gen?“und so wei­ter. Fra­gen, die man dann doch lie­ber dem er­fah­re­nen Fach­händ­ler stellt, als dem Pro­mo­ter-Te­e­nie im Groß­markt. Mit der Kauf­be­reit­schaft steigt die Chan­ce, mit dem ei­nen oder an­de­ren ge­schick­ten Ver­kaufs­ge­spräch den Schlit­ten des Weih­nachts­man­nes noch ein Stück mehr zu be­la­den. Klar, kaum ei­ner kann noch fi­nan­zi­ell aus dem Vol­len schöp­fen, und man­cher schaut schon sehr ge­nau hin, dass sich das für den Weih­nachts­mann aus­ge­ge­be­ne Geld auch ren­tiert. Da kann man als Händ­ler so­gar froh dar­über sein, dass die Schei­dungs- und Tren­nungs­ra­te in Deutsch­land so hoch ist – wer lässt sich nach der Schei­dung schon gern sei­ne Wä­sche vom Ex-Part­ner wa­schen. An­de­rer­seits fal­len dann auch wie­der ei­ni­ge Weih­nachts­ge­schen­ke weg ...

Aber auch Weih­nach­ten ist bald vor­bei und der All­tag und das all­täg­li­che Ge­schäft ha­ben uns wie­der. Als Händ­ler schaut man dann mög­li­cher­wei­se auf den Ka­len­der, nur um dann fest­zu­stel­len, dass 2017 kein wirk­lich gro­ßes Fuß­ball­Tur­nier statt­fin­det, das viel­leicht so man­chen Fern­se­her mehr an den Mann ge­bracht hät­te. Da­für wird es die DVB-T2-Um­stel­lung ge­ben, die zu­min­dest ein klein we­nig Dy­na­mik ins Ge­schäft brin­gen kann und viel­leicht man­chen „Ter­restriker“da­zu bringt, nun doch auch et­was in ei­nen HD-Fern­se­her zu in­ves­tie­ren.

Wie auch im­mer, Le­ben und Ge­schäft wer­den wei­ter­ge­hen, trotz und mit po­li­ti­schen Tur­bu­len­zen um uns her­um und auch mit­ten­drin. Wün­schen wir uns al­so, dass die Zei­ten nicht so un­ru­hig wer­den, wie es man­cher­orts be­schwo­ren wird, wün­schen wir uns, dass das Ge­schäft läuft und uns nicht dar­an hin­dert, uns um die wirk­lich wich­ti­gen Din­ge im Le­ben zu küm­mern - um die Fa­mi­lie und letz­ten En­des auch ganz per­sön­lich um uns selbst.

In die­sem Sin­ne wün­sche ich Ih­nen be­sinn­li­che und ent­spann­te Weih­nachts­ta­ge und ei­nen gu­ten Start in das neue Jahr!

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