Wei­te­re Zu­ta­ten ge­fäl­lig?

Ya­men A. soll Ma­te­ri­al zum Bom­ben­bau bei Ama­zon be­stellt ha­ben

Der Sonntag (Karlsruhe) - - Aktuell - AFP

Der we­gen mut­maß­li­cher An­schlags­plä­ne in Schwe­rin fest­ge­nom­me­ne Sy­rer Ya­men A. hat dem „Spie­gel“zu­fol­ge Ma­te­ria­li­en zum Bom­ben­bau über die In­ter­net­platt­form Ama­zon ge­kauft. Nach In­for­ma­tio­nen des Nach­rich­ten­ma­ga­zins soll der 19-Jäh­ri­ge auf Ama­zon seit Som­mer Che­mi­ka­li­en ge­or­dert ha­ben, die für die Her­stel­lung des Spreng­stoffs TATP ge­eig­net sind. A. war am Di­ens­tag in Schwe­rin von Spe­zi­al­ein­hei­ten fest­ge­nom­men wor­den. Laut Bun­des­an­walt­schaft war er ent­schlos­sen,, „in Deutsch­land in­mit­ten ei­ner grö­ße­ren Men­schen­an­samm­lung ei­nen Spreng­satz zu zün­den und da­durch ei­ne mög­lichst gro­ße An­zahl von Per­so­nen zu tö­ten und zu ver­let­zen“. Dem „Spie­gel“-Be­richt zu­fol­ge be­schaff­ten sich Is­la­mis­ten be­reits mehr­fach über Ama­zon Ma­te­ria­li­en für den Bom­ben­bau. So hät­ten die jun­gen Män­ner, die im April 2016 ei­nen Spreng­satz an ei­nem Sikh-Tem­pel in Es­sen zün­de­ten, auf die­se Wei­se ki­lo­wei­se Che­mi­ka­li­en und Zün­der ge­or­dert. Auch der Is­la­mist Ja­ber Al-Ba­kr, der mut­maß­lich ei­nen An­schlag auf den Ber­li­ner Flug­ha­fen Te­gel plan­te und sich 2016 im Ge­fäng­nis in Leip­zig er­häng­te, hat­te dem­nach die Be­stand­tei­le für ei­nen TATP-Spreng­satz größ­ten­teils über die Platt­form er­wor­ben. Die deut­schen Si­cher­heits­be­hör­den sind laut „Spie­gel“über die­se Ent­wick­lung alar­miert. Er­schro­cken sei­en Be­am­te auch des­halb, weil die Ama­zon-Al­go­rith­men po­ten­zi­el­len At­ten­tä­tern of­fen­bar au­to­ma­tisch wei­te­re ge­fähr­li­che Zu­ta­ten vor­schla­gen. Zu­dem könn­ten Händ­ler, die über die In­ter­net­platt­form Ge­schäf­te ab­wi­ckeln, mög­li­cher­wei­se Be­schrän­kun­gen zum Ver­kauf be­stimm­ter Che­mi­ka­li­en un­ter­lau­fen. Ama­zon teil­te dem „Spie­gel“mit, dass das Un­ter­neh­men mit der Po­li­zei zu­sam­men­ar­bei­te, um sie bei ih­ren Er­mitt­lun­gen zu un­ter­stüt­zen. Zu­dem wür­den „im Rah­men der jüngs­ten Er­eig­nis­se“Än­de­run­gen an der In­ter­net­sei­te vor­ge­nom­men, „um si­cher­zu­stel­len, dass Pro­duk­te in ge­eig­ne­ter Wei­se prä­sen­tiert wer­den“. Ver­bo­te­ne Wa­ren wür­den von Ama­zon nicht ver­kauft.

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