Straß­burg lockt Welt­klas­se

Tennis: 14 Top-50-Spie­le­rin­nen wer­den ab 17. Mai Ra­cket schwin­gen

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Auf ei­ne Tat­sa­che ist De­nis Na­e­ge­len be­son­ders stolz: Als Tur­nier­di­rek­tor der „In­ter­na­tionaux de Stras­bourg“hat er es ge­schafft, in die­sem Jahr gleich 14 Top-50-Ten­nis­spie­le­rin­nen ins El­sass zu ho­len, wo es vom 15. bis 23. Mai um ein Preis­geld von 250000 USDol­lar und je­de Men­ge Welt­rang­lis­ten­punk­te geht. Des­halb be­tont Ex-Ten­nis­Pro­fi Na­e­ge­len: „Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­ten wir neun Top-50-Spie­le­rin­nen in Straß­burg. Der Durch­schnitt für ein Tur­nier un­se­rer Ka­te­go­rie liegt aber nur bei sechs.“Was im Kl­ar­text heißt: Das Straß­bur­ger Event ge­nießt ei­nen gu­ten Ruf bei den bes­ten Ten­nis­spie­le­rin­nen der Welt und wird auch des­halb von vie­len als idea­le Vor­be­rei­tung auf die French Open in Paris (24. Mai bis 7. Ju­ni) ge­nutzt. Schon ei­nen Tag nach dem Fi­na­le in Straß­burg be­ginnt das Grand-SlamTur­nier in Frank­reichs Haupt­stadt. Die ak­tu­ell best­plat­zier­te Spie­le­rin, die in Straß­burg er­war­tet wird, heißt Ma­di- son Keys. Sie kommt aus den USA und steht auf Rang 17 der Welt­rang­lis­te. Zu Be­ginn der neu­en Sai­son fei­er­te die 20Jäh­ri­ge mit dem Ein­zug ins Halb­fi­na­le der Aus­tra­li­an Open den größ­ten Er­folg ih­rer bis­he­ri­gen Kar­rie­re. Auf dem Weg dort­hin ge­lan­gen ihr Sie­ge über die Wim­ble­don-Ge­win­ne­rin Pe­tra Kvi­to­va und Ve­nus Wil­li­ams. Im Kampf um den Ein­zug ins End­spiel schei­ter­te sie dann an Se­re­na Wil­li­ams. Keys, die am liebs­ten auf Hart­plät­zen spielt, hat in ih­rer Kar­rie­re zwei End­spie­le bei WTA-Tur­nie­ren er­reicht – zwei­mal hieß die Geg­ne­rin An­ge­li­que Ker­ber. Im Ju­ni 2014 tri­um­phier­te Ma­di­son Keys in East­bourne (Groß­bri­tan­ni­en), vor kur­zem re­van­chier­te sich Ker­ber in Charles­ton (USA). Trai­niert wird die US-Ame­ri­ka­ne­rin von Lind­say Da­ven­port – und für die war Straß­burg zu ih­rer Pro­fi-Zeit ein gu­tes Pflas­ter: 1995 und 1996 ge­wann sie das WTA-Tur­nier im El­sass. Weit oben in der Welt­rang­lis­te ste­hen aber auch an­de­re, für die „In­ter­na­tionaux de Stras­bourg“ge­mel­de­te Spie­le­rin­nen: Et­wa die Chi­ne­sin Shuai Peng (Welt­rang­lis­ten­platz 21), die Fran­zö­sin Ali­zé Cor­net (28.), die US-Ame­ri­ka­ne­rin Slo­a­ne Ste­phens (39.), Da­nie­la Han­tucho­va (49.), die in ih­rer 16-jäh­ri­gen Kar­rie­re knapp zehn Mil­lio­nen US-Dol­lar Preis­geld ge­win­nen konn­te, oder Kaia

Ge­ne­ral­pro­be für die French Open in Paris

Ka­ne­pi (50.) aus Est­land. Das fran­zö­si­sche Kon­tin­gent bil­den Kris­ti­na Mla­de­no­vic (58.), Pau­li­ne Par­men­tier (89.) und Océa­ne Do­din (138.), die aber wahr­schein­lich erst in die Qua­li­fi­ka­ti­on müs­sen. Doch für sie hat Tur­nier­di­rek­tor Na­e­ge­len zur Si­cher­heit zwei sei­ner vier Wild­cards re­ser­viert. Und auch die Fran­zö­sin Ca­ro­li­na Gar­cia kä­me in den Ge­nuss die­ses „Jo­kers“, falls sie sich noch da­zu ent­schließt, in Straß­burg zu star­ten. Denn, wie sagt Na­e­ge­len über „sein“Tur­nier: „Es ist die bes­te Ge­le­gen­heit, um sich auf die die French Open vor­zu­be­rei­ten. Der glei­che Sand. Die glei­che Fir­ma, die den Bo­den prä­pa­riert. Die glei­chen Bäl­le.“Und gibt es sonst noch ei­nen gu­ten Grund, in Straß­burg an den Start zu ge­hen? De­nis Na­e­ge­len lacht: „Na­tür­lich we­gen mei­nem Charme.“

Ei­ne der Fa­vo­ri­tin­nen bei den „In­ter­na­tionaux de Stras­bourg“: Ma­di­son Keys aus den USA kommt als Num­mer 17 der Welt­rang­lis­te ins El­sass. Bei den dies­jäh­ri­gen Aus­tra­li­an Open er­reich­te sie das Halb­fi­na­le. Foto: avs

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