„Der Boss“ist sein Fan

Gra­ham Par­ker hat sei­ne al­ten Kol­le­gen wie­der um sich ver­sam­melt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen -

Gra­ham Par­ker And The Ru­mour star­te­ten 1975, ein Jahr spä­ter er­schien das ers­te Al­bum „How­lin’ Wind“. Ob­wohl die Band als zu kan­tig für die tra­di­tio­nel­le Rock-Sze­ne und zu tra­di­tio­nell für die auf­kom­men­de Punk­Sze­ne ge­hal­ten wur­de, fei­er­ten die Kri­ti­ken Gra­ham Par­ker And The Ru­mour we­gen ih­rer Kom­po­si­tio­nen, aber auch we­gen ih­rer le­gen­dä­ren Live-Auf­trit­te. In Deutsch­land wur­de die Band ins­be­son­de­re durch ihr Kon­zert beim Rock­pa­last 1980 und durch den Song „Don’t Ask Me Ques­ti­ons“be­kannt. Oft wird Par­ker als gro­ßer Ein­fluss für Künst­ler wie El­vis Co­stel­lo, Joe Jack­son und Paul Wel­ler ge­nannt, aber auch Bru­ce Springs­teen („The Boss“) be­wun­dert Par­kers Song­schrei­ber-Fä­hig­kei­ten: „Es war ’76, als ,How­lin’ Wind‘ raus­kam – zu ei­nem Zeit­punkt, als auch mei­ne Kar­rie­re end­lich ins Rol­len kam – und plötz­lich fühl­te ich mich enorm un­ter Druck ge­setzt. Das spür­te ich schon, als ich die Plat­te das ers­te Mal hör­te. Sie war so gut und ei­ne von den Plat­ten, über die man sa­gen kann, dass je­der Track spek­ta­ku­lär ist. Und sei­ne Stim­me war so . . . es war ei­ne die­ser ,über­tönt al­len an­de­ren Bull­s­hit‘ Stim­men“. Ob auf der Büh­ne oder im Stu­dio, die Che­mie und Ener­gie zwi­schen Gra­ham Par­ker und der Band The Ru­mour war ein­fach fes­selnd. Doch nach fünf ge­mein­sa­men Stu­dio­al­ben gin­gen sie 1980 ge­trenn­te We­ge – Gra­ham Par­ker ver­folg­te sei­ne So­lo­kar­rie­re und nahm bis heu­te 25 Al­ben auf. Nach ei­ner 30-jäh­ri­gen Aus­zeit ver­öf­fent­lich­te die Band 2012 mit „Th­ree Chor­ds Good“ein neu­es Al­bum und be­gann auch wie­der zu tou­ren. Be­geis­tert von dem Feed­back und mit neu­ge­won­ne­nem En­thu­si­as­mus keh­ren sie nun mit „Mys­te­ry Glue“und ih­rer ur­sprüng­li­chen Be­set­zung mit Par­ker, Bob And­rews, Br­ins­ley Schwarz, Mar­tin Belmont, And­rew Bod­nar und Ste­phen Goul­ding zu­rück. Ge­schrie­ben wur­de „Mys­te­ry Glue“in Gra­ham Par­kers Zweit­wohn­sitz in New York, die Auf­nah­men fan­den in den be­rühm­ten RAK Stu­di­os in Lon­don statt. „Mys­te­ry Glue“ist ein ganz be­wuss­tes Rock-Al­bum, das auf die Gen­re-de­fi­nie­ren­de Zeit von Gra­ham Par­ker And The Ru­mour in den 70er Jah­ren zu­rück blickt und gleich­zei­tig ei­ne Hom­mage an Dy­lan, Reg­gae, Soul und Rock ’n’ Roll ist.

Hom­mage an Dy­lan, Reg­gae, Soul und Rock

Foto: Lau­rence Wat­son

40 Jah­re nach Grün­dung der Band „Gra­ham Par­ker And The Ru­mour“hat der 64-jäh­ri­ge Par­ker mit sei­nen al­ten Ka­me­ra­den ei­ne neue CD ver­öf­fent­licht.

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