„Un­glaub­lich be­son­ders“

Ha­mil­tons Mo­na­co-Po­le vor Ros­berg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Le­wis Ha­mil­ton hat sich für den Grand Prix von Mo­na­co die ex­trem wich­ti­ge Po­le Po­si­ti­on ge­si­chert und Nico Ros­berg ei­nen emp­find­li­chen Dämp­fer ver­passt. Der bri­ti­sche For­mel-1-Welt­meis­ter ver­wies in der Qua­li­fi­ka­ti­on sei­nen Mer­ce­des-Stall­ri­va­len auf den zwei­ten Platz und geht nun als gro­ßer Fa­vo­rit in das sechs­te Ren­nen die­ser Sai­son. „Ich kann gar nicht aus­drü­cken, wie glück­lich ich bin. Es ist un­glaub­lich be­son­ders“, mein­te Ha­mil­ton nach sei­nem Bra­vour­stück strah­lend. „Das ist er­nüch­ternd. Ich will aber im Ren­nen den Druck hoch­hal­ten“, sag­te ein ent­täusch­ter Ros­berg, der sich in den ver­gan­ge­nen bei­den Jah­ren je­weils Start­platz eins und dann auch den Sieg ge­si­chert hat­te. Drit­ter hin­ter den wie­der ein­mal do­mi­nan­ten Sil­ber­pfei­len wur­de Fer­ra­ri-Pi­lot Sebastian Vet­tel. „Wir ha­ben das Bes­te aus dem Tag ge­macht. Es war aber schwer, die Rei­fen hier auf Tem­pe­ra­tur zu brin­gen. Es war ein biss­chen kühl“, er­läu­ter­te der Hep­pen­hei­mer. „Mit ei­nem gu­ten Start ist aber al­les mög­lich. Hof­fent­lich klappt das für uns.“ Für Ha­mil­ton lief es auf dem 3,34 Ki­lo­me­ter lan­gen Stadt­kurs ins­ge­samt plan­mä­ßig. Der 30-Jäh­ri­ge steu­er­te in der ent­schei­den­den Qua­li­fi­ka­ti­ons-Run­de sei­nen Sil­ber­pfeil als Ers­ter auf die Stre­cke, hat­te zu­nächst freie Fahrt und konn­te da­mit auch das Tem­po an­ge­ben. „Es war kei­ne ein­fa­che Ein­heit. Aber ich ha­be dann mei­nen Rhyth­mus ge­fun­den“, er­klär­te Ha­mil­ton nach der 43. Po­le sei­ner Kar­rie­re. Es war schon die fünf­te für ihn in die­sem Jahr. Ros­berg

Vet­tel in Mon­te Car­lo auf Start­platz drei

hin­ge­gen leis­te­te sich in der Schluss­pha­se ei­nen Ver­brem­ser und muss­te sei­ne Hoff­nun­gen auf die drit­te Mo­na­coPo­le nach­ein­an­der auf­ge­ben. Beim Grand Prix am Sonn­tag (14 Uhr/RTL) kann je­doch noch viel pas­sie­ren. „Ich bin zu­ver­sicht­lich“, mein­te der WahlMo­ne­gas­se, der als Zwei­ter im Klas­se­ment un­be­dingt die Wen­de im Ti­tel­ren­nen schaf­fen will. Der WM-Füh­ren­de Ha­mil­ton weiß in­des um sei­nen gro­ßen Vor­teil. Denn in Mo­na­co sind Über­hol­mög­lich­kei­ten rar, Start­platz eins ist die op­ti­ma­le Grund­la­ge für den spä­te­ren Sieg. Den­noch ist der Mann aus Ste­ve­na­ge vor­sich­tig. „Noch nicht ein­mal die Hälf­te des Jobs ist er­le­digt“, be­ton­te Ha­mil­ton, der in Mo­na­co bis­lang nur 2008 ge­win­nen konn­te. „Es wird ei­ne psy­chi­sche und phy­si­sche Her­aus­for­de­rung, aber ich freue mich dar­auf.“Ei­ne ent­täu­schen­de Qua­li­fi­ka­ti­on er­leb­te ein­mal mehr Nico Hül­ken­berg. Der Em­me­ri­cher von Force In­dia schied in der Qua­li­fi­ka­ti­on vor­zei­tig aus und geht nur von Platz zwölf in den Grand Prix. Die Top-Ten ver­pass­ten er­neut auch bei­de McLa­ren. Jen­son But­ton wird als Elf­ter star­ten, der zwei­ma­li­ge Welt­meis­ter Fer­nan­do Alon­so von Rang 14. We­gen tech­ni­scher Pro­ble­me hat­te der Spa­nier sei­nen Wa­gen in der zwei­ten K.o.-Run­de ab­stel­len müs­sen. Mar­tin Mora­vec

Freie Fahrt durch die Stadt: Le­wis Ha­mil­ton im Sil­ber­pfeil auf den Stra­ßen von Mon­te Car­lo. Foto: AFP

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