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Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sonntagskinder -

Rund 60 Ki­lo­gramm Fleisch ver­speist je­der Deut­sche pro Jahr. Un­ge­fähr 1500 Wurst­sor­ten gibt es, die meis­ten Metz­ge­rei­en bie­ten min­des­tens 50 da­von frisch an.

Die Re­de­wen­dung, dass „es um die Wurst geht“, stammt aus dem Mit­tel­al­ter, als Wurst­schnap­pen ein be­lieb­tes Spiel auf Fes­ten oder Märk­ten war. Da­zu wur­den Würst­chen an ei­nem Fa­den über ei­ne Stan­ge ge­hängt und die Zu­schau­er ver­such­ten, mit dem Mund da­nach zu schnap­pen. Wer er­folg­reich schnapp­te, durf­te die Wurst be­hal­ten oder be­kam so­gar noch ei­ne zwei­te, grö­ße­re ge­schenkt.

„Ge­set­ze sind wie Würs­te, man soll­te bes­ser nicht da­bei sein, wenn sie ge­macht wer­den“. Die­ser Spruch geht auf den ame­ri­ka­ni­schen Dich­ter John God­frey Sa­xe (1816 bis 1887) zu­rück.

Im Mit­tel­al­ter war Fleisch teu­er und die Wurst des­halb ein wert­vol­ler Preis. Heut­zu­ta­ge meint das Sprich­wort „es geht um die Wurst“ei­ne wich­ti­ge Ent­schei­dung, die be­vor­steht. kat

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