Mit Li­zenz zur Sty­ling-Va­ri­an­te

Die Trend­fri­su­ren des Som­mers las­sen sich im­mer wie­der neu und an­ders gestal­ten

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Mode & Stil -

Wer will schon je­den Tag gleich aus­se­hen? Vie­le Fri­su­ren las­sen sich leicht im­mer wie­der neu und an­ders gestal­ten. Und ge­nau das liegt auch im Trend bei den Frau­en. Kur­zes Haar: Für Frau­en mit kur­zen Haa­ren emp­fiehlt Jo­han­nes Hess von der Lan­des­in­nung Fri­seu­re und Kos­me­tik Saar­land zum Bei­spiel ei­nen fed­ri­gen Schnitt mit ei­nem kur­zen, aber prä­sen­ten Po­ny, die Oh­ren frei ge­schnit­ten. Fe­d­rig be­deu­tet, dass die Haar­län­gen va­ri­ie­ren. Um der Fri­sur ih­re Här­te zu neh­men, sind im Früh­jahr weich ge­schnit­te­ne Kon­tu­ren wich­tig. „Das heißt, ein paar kür­ze­re und län­ge­re Haa­re le­gen sich über die ex­ak­te Kon­tur, so dass die­se wei­cher aus­läuft“, er­klärt Hess. Wan­del­bar wird die Fri­sur durch Hilfs­mit­tel wie Gel, glän­zen­des Wachs oder Matt­pas­te. „Du kannst die Haa­re ganz ru­hig fri­sie­ren oder sta­che­lig, und du kannst sie auf­stel­len, da­mit es nach Ro­cka­bil­ly aus­sieht“, er­klärt Hei­ner Hei­jen vom Lan­des­in­nungs­ver­band Fri­seur­hand­werk Nie­der­sach­sen. Der Zen­tral­ver­band des deut­schen Fri­seur­hand­werks hat „Fea­ther-Girl“– ei­nen ex­trem wei­chen, fed­ri­gen Schnitt – üb­ri­gens zur Kurz­haarT­rend­fri­sur des Som­mers ge­kürt. Bei die­sem Schnitt wer­den die Sei­ten­par­ti­en senk­recht her­un­ter ge­schnit­ten und schmal ge­hal­ten, wäh­rend am Ober­kopf be­wusst auf Über­län­ge ge­setzt wird. Für Frau­en, die mit ih­rem kur­zen Haar ger­ne auf­fal­len möch­ten, emp­fiehlt der Zen­tral­ver­band zu­dem den ex­trem kur­zen Pi­xel-Look, der ein biss­chen aus­sieht, als wä­re er von Gra­fik­de­si­gnern ge­schaf­fen wor­den. Da­bei sind die Kon­tu­ren sehr soft und pu­ris­tisch ge­hal­ten. Die Sei­ten blei­ben kon­se­quent schmal, am Ober­kopf gip­felt die „Tex­tur“in vie­len un­ter­schied­li­chen Län­gen, die ei­ne kunst­vol­le Ge­we­be­struk­tur er­zeu­gen. Durch ei­nen sehr kur­zen, kaum wahr­nehm­ba­ren Po­ny er­scheint die­se Fri­sur recht mar­kant. Be­son­ders auf­re­gend wirkt der Pi­xelLook, wenn er durch ei­ne Co­lo­ra­ti­on in ei­si­gem Pla­t­in­blond un­ter­stri­chen wird, das noch da­zu mit sub­ti­len High­lights in pud­ri­gen Flie­der­nu­an­cen ver­se­hen wer­den kann. Wird das Haar mit Matt­pas­te auf­ge­stellt, be­kommt die Fri­sur ei­nen edel­pun­ki­gen Cha­rak­ter. Mit­tel­lan­ges Haar: Auch mit­tel­lan­ges Haar, das in den letz­ten Spit­zen ge­stuft ist, ist laut Fri­seur­meis­ter Sebastian Böhm sehr mo­disch. Hess fin­det bei die­ser Haar­län­ge star­ke Kon­tras­te im Schnitt wich­tig. „Ein kom­pak­tes, schwe­res Po­ny steht ei­nem fei­nen, fran­si­gen, stu­fi­gen Schnitt ge­gen­über“, schlägt Hess vor. Ten­den­zi­ell ent­wick­le sich beim Po­ny ei­ne brei­te Op­tik, es wird al­so weit nach au­ßen ge­schnit­ten. Als Sty­ling emp­fiehlt Böhm „Un­do­ne Hair“al­so ei­ne Fri­sur, die un­ge­macht aus­sieht, aber trotz­dem Sys­tem hat: „Die Spit­zen se­hen tro­cken aus, al­les ist ein biss­chen mat­ter.“Lan­ges Haar: Der Trend bei lan­gen Haa­ren ent­wi­ckelt sich in Rich­tung Bri­git­te Bar­dot, er­läu­tert Hei­jen. Das heißt: Viel Vo­lu­men, ein star­kes Po­ny und ein kräf­tig tou­pier­ter Hin­ter­kopf sind an­ge­sagt. „Wo­bei man die Haa­re am nächs­ten Tag auch mal mit ei­nem Glät­t­ei­sen fri­sie­ren kann“, be­tont Hei­jen auch hier die Wan­del­bar­keit der Lang­haar­fri­sur. Bei lan­gen Haa­ren fin­det Böhm geo­me­tri­sche, ge­rad­li­ni­ge Fri­su­ren wich­tig. Als Bei­spiel nennt er ein ganz lan­ges, glat­tes Haar oh­ne Stu­fen, zu dem sich ein prä­gnan­ter Po­ny ge­sellt. Als Sty­ling für ei­nen Tag emp­fiehlt der Fri­seur­meis­ter ei­nen sehr hoch ge­setz­ten, ge­glät­te­ten Pfer­de­schwanz. Laut Hei­jen soll­ten Frau­en da­bei lie­ber re­du­zier­te Ac­ces­soires ver­wen­den und auf Schleif­chen- und Glit­zer­schmuck ver­zich­ten. „Da die Haar­schnit­te al­lein schon so vie­le Va­ria­ti­ons­mög­lich­kei­ten her­ge­ben, ist Haar­schmuck im Mo­ment nicht un­be­dingt ein Trend“, meint Hei­jen. „Es geht wirk­lich dar­um, mit der Struk­tur und mit dem Haar­schnitt zu spie­len und zu le­ben.“Egal wel­che Haar­län­ge man wählt – raf­fi­nier­te Schnit­te be­kom­men durch die ge­schick­te Co­lo­ra­tio­nen noch mehr Cha­rak­ter. Da­bei sind die Zei­ten von ein­heit­li­chen Haar­far­ben vor­bei. An­ge­sagt sind jetzt Far­ben, die weich in­ein­an­der­lau­fen. Hei­jen emp­fiehlt die Haar­fär­be­tech­nik „Pain­ting“. Da­bei wer­den die Farb­s­träh­nen mit ei­nem Pin­sel di­rekt in das Haar ein­ge­malt, Alu­fo­li­en und Hau­ben­tech­nik fal­len weg.

Fed­ri­ge Schnit­te lie­gen im Trend: „Sie“über­zeugt im mo­di­schen Pi­xel-Look. Fotos (4): Zen­tral­ver­band des deut­schen Fri­seur­hand­werks

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