Drei Flüs­se und sechs Ufer

In Pas­sau sind die Schä­den der Jahr­hun­dert­flut wie­der be­ho­ben

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Reise & Urlaub -

Zu­erst flu­te­te die brau­ne Brü­he die Kel­ler, dann stieg das schlam­mi­ge Was­ser wei­ter an und ver­wan­del­te Stra­ßen und Gas­sen in Ka­nä­le. Am 3. Ju­ni 2013 er­reich­te das Jahr­hun­dert­hoch­was­ser in Pas­sau die höchs­ten Pe­gel­stän­de: 12,89 Me­ter für die Do­nau, 10,20 Me­ter für den Inn. Die Alt­stadt stand bis zu vier Me­ter un­ter Was­ser. Der Scha­den be­trug 190 Mil­lio­nen Eu­ro, nicht zu­letzt durch aus­ge­lau­fe­nes Öl. Zwei Jah­re nach der Ka­ta­stro­phe ver­mel­det die schö­ne Drei-Flüs­se-Stadt Re­kord­zah­len im Tou­ris­mus. Die­se Pu­b­li­ci­ty hat­te Pas­sau sich nicht ge­wünscht: Die in­ter­na­tio­na­len Nach­rich­ten zeig­ten ta­ge­lang Bil­der der hilf­lo­sen Stadt. Der Dom St. Ste­phan mit der größ­ten Or­gel der Welt blieb zwar ver­schont, aber mehr als 500 Ge­schäf­te in den Fuß­gän­ger­zo­nen und his­to­ri­schen Gas­sen, mehr als 150 Ca­fés, Bars und Re­stau­rants so­wie Hun­der­te von Wohn­häu­sern ver­san­ken in den Flu­ten von Do­nau, Inn und Ilz.

Mau­er­schä­den sieht man noch über­all

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