Seit 2009 er­laubt

Seg­way-Fah­rer brau­chen Mo­fa­füh­rer­schein

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region -

Ein Seg­way ist ein elek­trisch an­ge­trie­be­nes Einper­so­nen-Trans­port­mit­tel mit zwei auf der­sel­ben Ach­se lie­gen­den Rä­dern, zwi­schen de­nen die be­för­der­te Per­son steht. Das Fort­be­we­gungs­mit­tel hält sich durch ei­ne elek­tro­ni­sche An­triebs­re­ge­lung selbst in Ba­lan­ce. Ein elek­tro­ni­scher Re­gel­kreis lässt den Seg­way au­to­ma­tisch in die Rich­tung fah­ren, in die sich der Fah­rer lehnt. Die Fort­be­we­gung wird aus­schließ­lich durch Ge­wichts­ver­la­ge­run­gen ge­steu­ert. Er­fun­den wur­de der Seg­way von ei­nem Ame­ri­ka­ner, der ei­gent­lich ei­nen Roll­stuhl bau­en woll­te, mit dem man Trep­pen hoch­fah­ren kann. Das Fahr­zeug wur­de seit 2001 zu­nächst aus­schließ­lich von Seg­way Inc. aus Bed­ford im USBun­des­staat New Hamp­shire her­ge­stellt. Nach Pa­tent­strei­tig­kei­ten hat vor kur­zem der chi­ne­si­sche Kon­kur­rent Ni­ne­bot die Fir­ma Seg­way auf­ge­kauft. Erst seit dem 25. Ju­li 2009 er­laubt die „Ver­ord­nung über die Teil­nah­me elek­tro­ni­scher Mo­bi­li­täts­hil­fen am Ver­kehr“(Mo­bHV) die Seg­way-Nut­zung in ganz Deutsch­land. Zum Be­trieb des Seg­ways sind die Be­rech­ti­gung zum Füh­ren ei­nes Mo­fas so­wie ein Ver­si­che­rungs­kenn­zei­chen er­for­der­lich. Das Fah­ren ist nur auf Schutz­strei­fen, Rad­fahr­strei­fen, Rad­we­ge­fur­ten und Rad­we­gen zu­läs­sig. Wenn sol­che nicht vor­han­den sind, darf in­ner­orts auf der Stra­ße ge­fah­ren wer­den, au­ßer­orts nur dann, wenn die Stra­ßen nicht Bun­des-, Lan­des- oder Kreis­stra­ßen sind. Und in der Karls­ru­her Fuß­gän­ger­zo­ne? „Da dür­fen wir nicht fah­ren“, sagt ci­ty­seg-Chef Jür­gen Reiss. „Aber im­mer­hin dür­fen wir sie que­ren.“

Vor der Tour zeigt Ri­car­da (links) ei­ner Teil­neh­me­rin, wie sie den Seg­way zum Lau­fen bringt – und wie sie am bes­ten wie­der an­hal­ten kann.

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