Ha­mil­ton vor Ros­berg

For­mel 1: Bei­de Mer­ce­des-Pi­lo­ten lan­den im Kies / Ha­mil­ton wie­der vor­ne

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite -

Le­wis Ha­mil­ton star­tet heu­te beim Gro­ßen Preis von Ös­ter­reich von der Po­le-Po­si­ti­on. Der bri­ti­sche Mer­ce­des-Pi­lot fuhr ges­tern in Spiel­berg in der Qua­li­fi­ka­ti­on in 1:08,455 Mi­nu­ten die schnells­te Run­de. Sein deut­scher Team­kol­le­ge Ni­co Ros­berg be­leg­te mit 0,200 Se­kun­den Rück­stand den zwei­ten Platz. Der vier­fa­che For­mel-1-Welt­meis­ter Se­bas­ti­an Vet­tel aus Hep­pen­heim kam im Fer­ra­ri auf Rang drei. Force-In­dia-Pi­lot Ni­co Hül­ken­berg aus Em­me­rich über­rasch­te im Force In­dia als Fünf­ter. Der Bri­te Le­wis Ha­mil­ton zog mit sei­ner ins­ge­samt 45. Po­le-Po­si­ti­on mit Vet­tel in die­ser Sta­tis­tik gleich.

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Slap­stick im „Krieg der Ster­ne“: For­mel-1-Welt­meis­ter Le­wis Ha­mil­ton hat trotz ei­nes Ab­flugs in der ent­schei­den­den Pha­se die Po­le Po­si­ti­on beim Gro­ßen Preis von Ös­ter­reich er­obert – weil Mer­ce­des-Te­am­ri­va­le Ni­co Ros­berg sei­nen Sil­ber­pfeil nur Se­kun­den spä­ter eben­falls ins Kies­bett steu­er­te. Im Qua­li­fy­ing von Spiel­berg schmiss der Deut­sche trotz Zwi­schen­best­zeit die Chan­ce auf den so wich­ti­gen ers­ten Start­platz weg, im heu­ti­gen Ren­nen (14.00 Uhr/RTL und Sky) droht der nächs­te Rück­schlag im Du­ell mit WM-Spit­zen­rei­ter Ha­mil­ton. „Das ist auf je­den Fall frus­trie­rend. Ich weiß gar nicht genau, was pas­siert ist, die Stre­cke war wohl et­was nass“, sag­te Ros­berg: „Bis zu den letz­ten zwei Kur­ven war ich genau mit Le­wis auf Au­gen­hö­he, des­halb muss­te ich noch ein paar Hun­derts­tel raus­ho­len. Dann ha­be ich es wohl über­trie­ben.“Mer­ce­des be­wies da­mit den­noch er­neut sei­ne Aus­nah­me­stel­lung und wehr­te den nächs­ten Fer­ra­ri-An­griff er­folg­reich ab. Hin­ter Ha­mil­ton (1:08,455) und Ros­berg (1:08,655) muss­te sich Se­bas­ti­an Vet­tel (1:08,810) mit Rang drei be­gnü­gen. „Lei­der wa­ren die bei­den et­was zu schnell“, sag­te Vet­tel: „Ich bin zu­frie­den mit Rang drei, aber ich wä­re ger­ne nä­her dran ge­we­sen.“Ni­co Hül­ken­berg (1:09,278) hol­te knapp ei­ne Wo­che nach sei­nem Über­ra­schungs­sieg bei den 24 St­un­den von Le Mans ei­nen ganz star­ken fünf­ten Platz für Force In­dia. Vet­tel hat­te noch in den frei­en Trai­nings­ses­si­ons der Hoff­nung der Ita­lie­ner auf ei­ne gro­ße Über­ra­schung Flü­gel ver­lie­hen. Am Frei­tag war der Hes­se schnells­ter Mann des Ta­ges, auch am gest­ri­gen Vor­mit­tag dreh­te Vet­tel auf der zu­nächst noch tro­cke­nen Stre­cke die bes­te Run­de – mit den jüngs­ten Up­dates für Mo­tor und Ae­ro­dy­na­mik hat Fer­ra­ri den Rück­stand auf Mer­ce­des ein we­nig ver­kürzt. Noch vor dem Qua­li­fy­ing warn­te Vet­tel al­ler­dings da­vor, dass die Sil­ber­pfei­le im ent­schei­den­den Mo­ment „si­cher noch ei­ne Schip­pe drauf­le­gen“wür­den, und genau so kam es. Die Stre­cke war nach star­ken Re­gen­fäl­len feucht und die Au­tos wa­ren zu­nächst deut­lich lang­sa­mer als noch in den frei­en Trai­nings. Vor spär­lich ge­füll­ten Tri­bü­nen trock­ne­te die Ide­al­li­nie aber schnell ab. Im zwei­ten Ab­schnitt wur­de die Stre­cke im­mer schnel­ler, Vet­tels Team­kol­le­ge Ki­mi Räik­kö­nen war da schon nicht mehr da­bei. Der Fin­ne lan­de- te im chao­ti­schen ers­ten Durch­gang nicht un­ter den bes­ten 15 und schied früh­zei­tig aus. Ein Wo­che­n­en­de zum Ver­ges­sen er­lebt in Spiel­berg so­wohl McLa­ren-Hon­da als auch das Heim­team Red Bull Ra­c­ing. Die McLa­ren-Pi­lo­ten Fer­nan­do Alon­so (Spa­ni­en) und Jen­son But­ton (En­g­land) er­hal­ten we­gen des Wech­sels meh­re­rer Mo­to­ren­be­stand­tei­le je­weils ei­ne 25-Plät­zeS­tra­fe. Da­ni­el Ric­ci­ar­do (Aus­tra­li­en) und Da­niil Kwjat (Russ­land) müs­sen we­gen der Ver­wen­dung des je­weils fünf­ten Ver­bren­nungs­mo­tors beim Heim­spiel ZehnPlät­ze-Stra­fen hin­neh­men. Das Quar­tett geht vom En­de des Fel­des ins Ren­nen, ein­zig Kwjat konn­te sei­ne Sank­ti­on kom­plett ableis­ten. Die üb­ri­gen drei Pi­lo­ten müs­sen zu­dem wei­te­re Zeit­stra­fen hin­neh­men. Ha­mil­ton geht als WM-Spit­zen­rei­ter in der Stei­er­mark an den Start, mit 151 Punk­ten liegt er deut­lich vor Ros­berg (134) und Vet­tel (108).

Fo­to: AFP

Die nächs­te Po­le Po­si­ti­on: Le­wis Ha­mil­ton ließ beim Gro­ßen Preis von Ös­ter­reich in Spiel­berg sei­nen Team­kol­le­gen Ni­co Ros­berg er­neut hin­ter sich. Se­bas­ti­an Vet­tel, der im Trai­ning noch die schnells­ten Run­den ge­dreht hat­te, lan­de­te mit sei­nem Fer­ra­ri hin­ter den bei­den „Sil­ber­pfei­len“im Qua­li­fy­ing auf dem drit­ten Platz, ob­wohl bei­de Mer­ce­des-Pi­lo­ten zu­vor im Kies ge­lan­det wa­ren.

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