„Die Chan­cen ste­hen bes­ser“

Ober­li­ga-Rück­keh­rer Obe­r­a­chern gu­ter Din­ge

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Aus den Feh­lern ler­nen, so lau­tet die obers­te De­vi­se beim SV Obe­r­a­chern. Denn Feh­ler gab es ei­ni­ge vor zwei Jah­ren, als der Club erst­mals in der Ober­li­ga auf­stieg. Nach dem Meis­ter­ti­tel in der Ver­bands­li­ga ge­hö­ren die Mit­tel­ba­de­ner in der kom­men­den Run­de nun er­neut dem Fuß­ball-Ober­haus in Ba­den-Würt­tem­berg an. „Wir ha­ben dar­aus ge­lernt“, ver­si­chert Sport­vor­stand und Te­am­ma­na­ger Wolf­gang Spring­mann und zählt gleich ein­mal die Un­ter­schie­de zur Pre­mie­ren­sai­son auf: „Der Ka­der ist deut­lich grö­ßer und es gibt nun ei­ni­ge Spie­ler mit hö­her­klas­si­ger Er­fah­rung“, ver­deut­licht er die Un­ter­schie­de zu da­mals. Ins­be­son­de­re an Er­fah­rung hat­te es beim ers­ten Ober­li­ga-Gast­spiel des Acher­ner Stadt­teil­ver­eins ge­man­gelt. Zu lan­ge dau­er­te der An­pas­sungs­pro­zess. Erst in der Rück­run­de kam der SV Obe­r­a­chern ins Rol­len. Letzt­lich zu spät für den Klas­sen­er­halt. „Die­ses Mal ste­hen die Chan­cen bes­ser“, ist Wolf­gang Spring­mann über­zeugt. Acht, neun Spie­ler von der Ober­li­ga-Pre­mie­ren­sai­son sind im­mer noch im Auf­ge­bot. Hin­zu kom­men mit André Wa­li­ca und Den­nis Kopf zwei Ak­teu­re, die an hö­her­klas­si­ge Luft ge­wöhnt sind. Bei­de lie­fen be­reits für den KSC II auf. Wie wert­voll ein nicht zu knapp be­mes­se­ner Ka­der letzt­lich ist, das zeig­te auch die ab­ge­lau­fe­ne Spiel­zeit. Da fehl­te vor al­lem in der Rück­run­de teil­wei­se über die Hälf­te der Stamm­elf. Doch die­ses Man­ko „konn­ten wir trotz­dem gut kom- pen­sie­ren“, lobt der Fuß­ball­chef den zwei­ten SVO-An­zug. „Im­mer im Trai­ning, im­mer vol­len Ein­satz“(Spring­mann), das trifft vor al­lem auf die Nach­wuchs­kräf­te zu. Und da­von tum­meln sich ei­ni­ge in Rei­hen des Ober­li­gaRück­keh­rers. „Die Hälf­te des Ka­ders ist zwi­schen 18 und 21 Jah­re alt“, ver­deut­licht Wolf­gang Spring­mann. Ei­ni­ge der jun­gen Kräf­te nutz­ten ih­re Chan­ce. Trai­ner­sohn Tho­mas Le­be­rer zum Bei­spiel. Alen Mu­ha­med­da­gic, Gregor Dörf­lin­ger und Chris­toph Kö­nin­ger – al­le­samt Te­e­nies, al­le­samt wa­ren sie zur Stel­le, als sie ge­braucht wur­den. Und: „Sie be­kom­men auch wei­ter­hin ih­re Chan­ce“, ver­si­chert der Te­am­ma­na­ger. Zu­dem ste­hen die­se Na­men für ei­nen gu­ten Blick für Ta­len­te. Denn al­le vier wur­de im ver­gan­ge­nen Som­mer von um­lie­gen­den Ver­ei­nen ver­pflich­tet, wo­bei der ei­ne oder an­de­re das Fuß­ball spie­len einst in Obe­r­a­chern er­lern­te. Und noch ein Ver­gleich zu Si­tua­ti­on von vor zwei Jah­ren: Die De­fen­si­ve ist deut­lich sta­bi­ler ge­wor­den. Um mehr als 20 Pro­zent ging die Zahl der Ge­gen­tref­fer zu­rück. Ein­zig in der Of­fen­si­ve fehlt wei­ter­hin ein Tor­ga­rant. Je­an-Ga­b­ri­el Dus­sot taucht als bes­ter Tor­schüt­ze mit sei­nen zehn Tref­fern erst an Platz 15 der Ver­bands­li­ga-Tor­schüt­zen­lis­te der Sai­son 2014/2015 auf; eher un­ge­wöhn­lich für ei­nen Ti­tel­trä­ger. „Das Kol­lek­tiv muss es rich­ten“, sagt Wolf­gang Spring­mann. Das hat es auch bis­her schon ge­tan, tra­fen doch nicht we­ni­ger als 13 Ak­teu­re. Dar­über hin­aus ru­hen die Hoff­nun­gen auf Neu­zu­gang Ni­co Hu­ber, der in der Lan­des­li­ga zu­letzt 16 Ein­schüs­se ver­zeich­ne­te. Die Ver­ant­wort­li­chen des SV Obe­r­a­chern ver­su­chen auf je­den Fall al­les, um aus den Feh­lern zu ler­nen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.