Gro­ße Wün­sche auf klei­ner Flä­che rea­li­sie­ren

Vie­le jun­ge Fa­mi­li­en möch­ten mit ih­ren Kin­dern im Grü­nen her­um­to­ben und ge­mein­sam mit ih­nen die Na­tur ent­de­cken

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Garten im Sotuwer -

Der

ei­ge­ne Gar­ten ist für vie­le der Ort, wo sie im Früh­ling und Som­mer am liebs­ten mit ih­rer Fa­mi­lie die Frei­zeit ver­brin­gen. Mit den Kin­dern im Grü­nen her­um­to­ben und spie­le­risch die Na­tur ent­de­cken – die­se Vor­stel­lung ist für vie­le jun­ge El­tern ein Grund, die Sing­le-Groß­stadt­woh­nung auf­zu­ge­ben und sich in den ei­ge­nen vier Wän­den mit Gar­ten ein­zu­rich­ten. Laut ei­ner GfKUm­fra­ge ha­ben et­wa 47 Pro­zent der jun­gen Men­schen den Wunsch, ge­mein­sam mit ih­rer Fa­mi­lie in ei­nem Ei­gen­heim zu woh­nen. 36 Pro­zent wol­len im ei­ge­nen Gar­ten so­gar Obst und Ge­mü­se an­bau­en.

Ein re­la­tiv ho­her An­teil will da­bei dem Stadt­le­ben je­doch nicht völ­lig den Rü­cken zu­keh­ren und sucht nach Wohn­ge­bie­ten in Rand­la­gen der Städ­te oder im di­rek­ten Um­land. In dicht be­sie­del­ten Bal­lungs­ge­bie­ten ist Bau­land knapp und die Grund­stü­cke fal­len häu­fig ent­spre­chend klein aus. In ei­ner Um­fra­ge un­ter deut­schen, pri­va­ten Bau­her­ren ga­ben 32 Pro­zent der Be­frag­ten an, ihr Grund­stück sei zwi­schen 600 und 800 Qua­drat­me­tern groß. Bei ei­nem wei­te­ren knap­pen Drit­tel la­gen die Grund­stücks­grö­ßen zwi­schen 400 und 600 Qua­drat­me­tern. Zieht man die be­nö­tig­te Flä­che für bei­spiels­wei­se Haus, Ga­ra­ge, Zu­fahrt und Vor­gar­ten ab, bleibt meist we­ni­ger Platz für den Gar­ten üb­rig, als zu­nächst ver­mu­tet. Dem ge­gen­über ste­hen die Wün­sche der Be­woh­ner: Ein Spiel­ge­rät für die Kin­der, ein Ge­mü­se­beet, ein Sitz­platz für ge­müt­li­ches Zu­sam­men­sein mit Fa­mi­lie und Freun­den. Um all die­sen Be­dürf­nis­sen ge­recht zu wer­den, lohnt es sich, den Rat ei­nes Fach­manns ein­zu­ho­len. Land­schafts­gärt­ner wis­sen, wie man auch klei­ne Flä­chen mul­ti­funk­tio­nal nutz­bar ma­chen und da­bei at­trak­tiv gestal­ten kann.

Zum Traum­gar­ten wird das ei­ge­ne Grün nur dann, wenn sich sei­ne Be­woh­ner dar­in wohl­füh­len und ih­re Nut­zungs­an­sprü­che er­fül­len kön­nen. Bei ei­ner Fa­mi­lie soll er zu­dem ein Ort der Be­geg­nung sein. Im Ge­spräch vor Ort kann man mit dem Land­schafts­gärt­ner her­aus­fin­den, wie sich die ver­schie­de­nen Wün­sche auf be­grenz­ter Flä­che um­set­zen las­sen. Be­son­ders bei ei­nem klei­nen Gar­ten ist es wich­tig, ihm Struk­tur zu ge­ben, so­dass ver­schie­de­ne Be­rei­che ent­ste­hen – zum Ent­span­nen, Spie­len und Zu­sam­men­sein.

Ins­be­son­de­re von dem Pflan­zen­wis­sen des Land­schafts­gärt­ners kön­nen frisch ge­ba­cke­ne Gar­ten­be­sit­zer pro­fi­tie­ren. Wenn Kin­der im Gar­ten spie­len ist es zum Bei­spiel wich­tig, kei­ne gif­ti­gen Pflan­zen zu ver­wen­den. Auch St­a­cheln und Dor­nen soll­ten ver­mie­den wer­den. Hier steht die Si­cher­heit über der At­trak­ti­vi­tät der Be­pflan­zung. Schließ­lich schät­zen vie­le El­tern an ei­nem Gar­ten, dass ih­re Kin­der dort si­cher spie­len kön­nen. Als Teil des Zu­hau­ses ist das „grü­ne Wohn­zim­mer“ein ge­schütz­ter Raum, in dem die lie­ben Klei­nen sich in je­dem Al­ter frei ent­fal­ten kön­nen – ganz gleich ob beim Pflü­cken des ers­ten Gän­se­blüm­chens im Kr­ab­bel­al­ter oder spä­ter beim Seil­sprin­gen, Fan­gen und Ver­steck­spie­len be­zie­hungs­wei­se beim Er­le­ben, wie Ge­mü­se sprießt, wächst, blüht und letzt­end­lich auch ge­ern­tet wer­den kann.

Der All­tag von Kin­dern ist heu­te in ers­ter Li­nie vom Still­sit­zen ge­prägt. Da­bei hält Be­we­gung im Frei­en Kin­der nicht nur kör­per­lich fit. Auch geis­ti­ge Fä­hig­kei­ten wer­den beim Spie­len, Ren­nen oder ein­fach nur To­ben ge­för­dert. So zei­gen zahl­rei­che Stu­di­en, dass sich kör­per­li­che Ak­ti­vi­tät po­si­tiv auf die Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit und die Sprach­ent­wick­lung aus­wirkt. Der Sport­wis­sen­schaft­ler Pro­fes­sor Klaus Bös wies au­ßer­dem nach, dass Kin­der, die täg­lich Be­we­gungs­an­ge­bo­te er­hal­ten, we­ni­ger ag­gres­siv sind, mo­ti­vier­ter zur Schu­le ge­hen und in ih­rer Per­sön­lich­keit ge­stärkt wer­den. Ein Gar­ten, der at­trak­tiv für Kin­der ge­stal­tet ist und Raum für Ak­ti­vi­tä­ten bie­tet, lohnt sich da­her gleich in mehr­fa­cher Hin­sicht.

Wei­te­re in­ter­es­san­te An­re­gun­gen und zahl­rei­che re­nom­mier­te Land­schafts­gärt­ner­be­trie­be sind im In­ter­net auf der Sei­te www.mein-traum­gar­ten.de zu fin­den.

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