Schö­ne Ge­bäu­de ver­schwan­den

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region -

Das ei­ge­ne Haus von Fried­rich Wein­bren­ner beim Ett­lin­ger Tor wur­de 1873 ab­ge­bro­chen, um Platz für das Ho­tel Ger­ma­nia zu schaf­fen. Heu­te steht an die­ser Stel­le das ECE. Auch vie­le Mo­nu­men­tal­bau­ten des Bau­meis­ters ha­ben die Zeit­läuf­te nicht über­lebt: Sein Hof­thea­ter brann­te 1847 aus, die Sy­nago­ge 1871 als Fol­ge von Flam­men in ei­ner Bä­cke­rei. So­gar ei­nen go­ti­schen Turm an der Kriegs­stra­ße, na­he Karl­stra­ße bau­te Wein­bren­ner – das Klein­od wur­de 1866 ab­ge­bro­chen. Ein be­son­de­res Glanz­stück war das Mark­gräf­li­che Pa­lais für die Reichs­grä­fin von Hoch­berg am Ron­dell­platz. Es wur­de im Zwei­ten Welt­krieg stark zer­stört und bis auf ei­nen Teil der Fas­sa­de 1957 ab­ge­bro­chen. Im Innern stark ver­än­dert wur­den frei­wil­lig oder nach Kriegs­schä­den die evan­ge­li­sche Stadt­kir­che und St. Ste­phan. Nur die Staat­li­che Münz­prä­ge­an­stalt in der Ste­pha­ni­en­stra­ße kam mit leich­te­ren Kriegs­schä­den da­von. Sie war das letz­te Bau­pro­jekt Wein­bren­ners.

Am Eck ge­baut und mit ko­rin­thi­schem Säu­len­por­ti­kus: Am Ron­dell­platz bau­te Wein­bren­ner das Mark­gräf­li­chHoch­berg­sche Pa­lais. Die Haupt­fas­sa­de ist bis heu­te er­hal­ten. Di­gi­ta­le Re­kon­struk­ti­on: Ju­li­an Hansch­ke, KIT

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