Das „blaue Gold“

Fär­ben mit Fär­ber­waid in Thü­rin­gen und Süd­frank­reich

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Mode & Stil -

Die­ses Blau ent­steht durch Al­che­mie zwi­schen Pflan­ze, Was­ser und Luft – was frü­her noch wie Zau­be­rei aus­sah und des­we­gen auch nur we­ni­gen Leu­ten in De­tails be­kannt war, ist heu­te bis auf das kleins­te Mo­le­kül ent­schlüs­selt. Des­we­gen ist das Fär­ben mit Fär­ber­waid (Isa­tis tinc­to­ria) aber nicht we­ni­ger fas­zi­nie­rend. „Man taucht hel­le Stof­fe in die blau­grü­ne Fär­be­lö­sung ein, sie kom­men grün­gelb wie­der her­aus und wer­den beim Trock­nen an der Luft zu­se­hends blau, und das in ver­schie­de­nen Schat­tie­run­gen“er­klärt Ro­san­na Mi­nel­li, Re­stau­ra­to­rin aus Er­furt und mitt­ler­wei­le Spe­zia­lis­tin in der Er­for­schung des Waid-Blaus. „Ich ha­be so­gar ei­nen Gärt­ner, der die Pflan­ze für mich an­baut und ich stel­le das Farb­pig­ment dann sel­ber her“, sagt Mi­nel­li.

Meh­re­re Jahr­hun­der­te lang kon­kur­renz­los

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