„Zu­rück, wo wir hin­ge­hö­ren“

FC Ot­ten­hö­fen fei­ert Dop­pel-Auf­stieg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Die Fuß­ball­son­ne strahlt wie­der über dem Acher­tal. Ti­tel­ge­winn und Auf­stieg – das fei­er­te der FC Ot­ten­hö­fen gleich im Dop­pel­pack. Wäh­rend der ers­ten Mann­schaft die so­for­ti­ge Rück­kehr in die Be­zirks­li­ga ge­lang, wird die zwei­te künf­tig wie­der de­ren Platz in der Kreis­li­ga A Süd ein­neh­men. Für den FC Ot­ten­hö­fen geht es al­so „da­hin zu­rück, wo wir hin­ge­hö­ren“, sagt Kai Hu­ber, ver­ant­wort­lich für den Spiel­be­trieb. Da­hin zu­rück, wo sein Ver­ein schon frü­her jah­re­lang zum In­ven­tar ge­hör­te; je­den­falls bis zum Som­mer 2014. Als Auf­stiegs­aspi­rant ge­star­tet, fand sich der FC Ot­ten­hö­fen in der Sai­son 2013/ 2014 un­er­war­tet im Ta­bel­len­kel­ler wie­der – und von dort nicht mehr her­aus. Der Ab­sturz aus der Be­zirks­li­ga be­deu­te­te zu­gleich den Zwangs­ab­stieg von Ot­ten­hö­fens zwei­ter Gar­ni­tur aus der A-Klas­se. „Die Er­leich­te­rung ist da­her nach dem Dop­pel­auf­stieg groß“, be­tont Kai Hu­ber. Zu­mal sich Spie­ler und Ver­ant­wort­li­che genau die­ses Vor­ha­ben zum Ziel ge­setzt hät­ten, macht er deut­lich. Da­bei lief es zu Be­ginn al­les an­de­re als ge­wünscht, nur ein Sieg aus den ers­ten vier Par­ti­en stand zu Bu­che. Die Ab­stiegs­sai­son hat­te ganz of­fen­sicht­lich ih­re Spu­ren hin­ter­las­sen. „Es fehl­te die Selbst­ver­ständ­lich­keit zu sie­gen“, meint Kai Hu­ber. Doch „nach zwei, drei Er­fol­gen war das Selbst­ver­trau­en wie­der da“, er­in­nert sich Hu­ber. Und: Von da an lief es. Be­reits am En­de der Hin­run­de über­nahm der FC Ot­ten­hö­fen die Ta­bel­len­füh­rung und gab sie bis zum Sai­son­fi­na­le nicht mehr ab. Das ist kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit in ei­ner Klas­se, de­ren Qua­li­tät Kai Hu­ber po­si­tiv über­rasch­te: „Die ers­ten sechs Mann­schaf­ten kön­nen in der Be­zirks­li­ga lo­cker mit­hal­ten“, ist er über­zeugt. Dass sein FC Ot­ten­hö­fen letzt­lich die Na­se vorn hat­te, das lag an meh­re­ren Fak­to­ren. „Die Aus­ge­gli­chen­heit und der Zu­sam­men­halt des Ka­ders sind be­mer­kens­wert“, lobt Hu­ber sei­ne Trup­pe und er­gänzt: „Da ragt kein Ein­zel­ner her­aus.“Ein Bei­spiel: Als Ka­pi­tän und Top-Tor­schüt­ze Se­bas­ti­an Hock „ei­ni­ge Par­ti­en fehl­te, ge­wan­nen wir den­noch“, macht Kai Hu­ber deut­lich. Da­mit wä­re ein wei­te­res gro­ßes Plus an­ge­spro­chen: „Der Ka­der be­steht aus 18 bis 20 gleich­wer­ti­gen Spie­lern.“So ließ sich bei­spiels­wei­se der län­ge­re Aus­fall von gleich drei In­nen­ver­tei­di­gern auf­fan­gen. Die Aus­ge­gli­chen­heit spie­gelt sich auch beim Blick auf die Tor­schüt­zen­lis­te wi­der. In al­len Sta­tis­ti­ken lag der Ti­tel­trä­ger auf Platz eins – nur in die­ser nicht. Da fin­det sich Se­bas­ti­an Hock mit 14 Tref­fern nur auf Rang sie­ben – dicht ge­folgt von sei­nen Mann­schafts­ka­me­ra­den Tho­mas Boh­nert, De­nis Gol­ly und Roland Benz. „Trifft der ei­ne nicht, über­nimmt das ein an­de­rer“, sagt Kai Hu­ber. Klar, dass er auf die­se Stär­ken auch in der Be­zirks­li­ga baut. Und dar­auf, dass die Spie­ler des FC Ot­ten­hö­fen aus der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit die rich­ti­gen Leh­ren ge­zo­gen ha­ben. Auf dass die Fuß­ball­son­ne wei­ter über dem Acher­tal strah­le.

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