Heu­te Spit­ze, mor­gen al­tes Ei­sen

Den Su­per­rech­ner von Gar­ching auf­ge­rüs­tet

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen -

Das Su­per­hirn steckt in grau­en Schrän­ken und braucht mehr als 600 Qua­drat­me­ter Platz. Gut sechs Bil­li­ar­den Re­chen­schrit­te pro Se­kun­de schafft der Su­per­com­pu­ter „Su­per­MUC“in Gar­ching nun. Der Rech­ner ge­hört zu den stärks­ten welt­weit, doch auch er brauch­te ei­ne Auf­fri­schung. Am Mon­tag ging Pha­se 2 of­fi­zi­ell in Be­trieb, die Re­chen­leis­tung ver­dop­pel­te sich auf 6,4 Pe­ta­flops. Vor­stel­len kann man sich das kaum noch. „Wenn sechs Mil­li­ar­den Men­schen ei­nen Ta­schen­rech­ner hät­ten, der pro Se­kun­de ei­ne Mil­li­on Re­chen­schrit­te ma­chen kann – dann wä­ren sie al­le zu­sam­men so schnell wie der Su­per­MUC in der Pha­se 2“, sagt Hans-Jür­gen Rehm vom IT-Di­enst­leis­ter IBM, der für Kon­zep­ti­on und Spei­cher des Hoch­leis­tungs­com­pu­ters zu­stän­dig ist. Die Er­wei­te­rung des „Su­per­MUC“hat 49 Mil­lio­nen Eu­ro ge­kos­tet. Der Com­pu­ter löst Fra­gen von For­schern aus Deutsch­land und 24 an­de­ren eu­ro­päi­schen Län­dern so­wie Is­ra­el und der Tür­kei. Geo­wis­sen­schaft­ler, Phy­si­ker, As­tro­no­men, Ma­the­ma­ti­ker und Me­di­zi­ner pro­fi­tie­ren eben­so wie In­ge­nieu­re und Kli­ma­for­scher. „Der Rech­ner ist kon­ti­nu­ier­lich aus­ge­bucht“, sagt der Vor­sit­zen­de des Leib­niz-Re­chen­zen­trums (LRZ), Arndt Bo­de. sier­ten „Renn­au­tos“. „Das Renn­au­to ist nur et­was für den Renn­fah­rer. Des­we­gen wer­den wir nie in die­se Ka­te­go­rie fal­len.“Noch vor drei Jah­ren bei sei­nem Start lag der „Su­per­MUC“auf Platz eins der schnells­ten Rech­ner in Eu­ro­pa. Om­ni­bus oder Renn­au­to – der Markt for­dert per­ma­nen­te An­pas­sung. Zwar ha­ben Ver­tre­ter von Po­li­tik, Wis­sen­schaft und Her­stel­lern erst am Mon­tag den ro­ten Knopf ge­drückt und sym­bo­lisch den er­wei­ter­ten Rech­ner ge­star­tet – doch die Pla­nun­gen für den Nach­fol­ger lau­fen längst auf Hoch­tou­ren. 2017 oder 2018 soll der „Su­per­MUC“ab­ge­löst wer­den.

Schon wird der Nach­fol­ger ge­plant

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