Sport­li­che Au­gen­bli­cke

Bril­len für das Ur­laubs­ver­gnü­gen am und im Was­ser

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Mode & Stil -

Für vie­le Leu­te ist der Sport im und am Was­ser das schöns­te Frei­zeit­ver­gnü­gen. Und für vie­le Was­ser­sport­ar­ten gibt es be­son­ders ge­eig­ne­te Sport­bril­len. Ein un­nö­ti­ger Lu­xus? Ex­per­ten sa­gen: „Nein“. Denn Was­ser, Son­ne, Wind und Fremd­kör­per kön­nen die Au­gen schä­di­gen. Ein bri­san­tes The­ma sind Sport­bril­len ins­be­son­de­re auch für Fehl­sich­ti­ge. Vie­le ver­zich­ten beim Wassersport auf Seh­hil­fen – weil die nor­ma­le Bril­le da­für nicht taugt und Spe­zi­al­bril­len mit Kor­rek­tur­glä­sern nicht ganz bil­lig sind. Aber beim Wassersport kann schlech­tes Se­hen zu ge­fähr­li­chen Si­tua­tio­nen füh­ren. Wenn das Son­nen­licht blen­det, oder un­er­war­tet Wel­len, Strö­mun­gen oder Un­tie­fen auf­tre­ten, führt das zu Un­si­cher­heit, bis­wei­len so­gar zu Pa­nik­re­ak­tio­nen. Sport­bril­len mit ent­spre­chen­der Kor­rek­ti­on sor­gen für ein Plus an Si­cher­heit. Ge­ne­rell muss ei­ne Sport­bril­le bruch­si­cher sein, vor UV-Licht schüt­zen und Funk­tio­nen über­neh­men, de­nen ei­ne All­tags­bril­le nicht ent­spre­chen kann. Ei­ne Uni­ver­salS­port­bril­le gibt es nicht, doch Ei­gen­schaf­ten, die je­de gu­te Sport­bril­le ha­ben muss. Da­zu ge­hört, dass so­wohl Glä­ser als auch Fas­sung aus bruch­si­che­rem Kunst­stoff ge­fer­tigt sind – Me­tall­tei­le und Glas sind ta­bu. Wich­tig ist zu­dem ein fes­ter Sitz. Ver­stell­ba­re Na­sen­pads und jus­tier­ba­re Bü­gel

sor­gen für op­ti­ma­le Pass­form. Stark ge­bo­ge­ne Fas­sun­gen, die das Ge­sicht gut um­schlie­ßen, bie­ten Schutz vor Wind, Re­gen so­wie Fremd­kör­pern. Für Leu­te, die schweiß­trei­ben­de Sport­ar­ten be­trei­ben, emp­fiehlt sich dar­über hin­aus ein gut funk­tio­nie­ren­des Be­lüf­tungs­sys­tem. Über 90 Pro­zent der Au­gen­ver­let­zun­gen im Sport wä­ren durch Schutz­maß­nah­men ver­meid­bar, heißt es bei Ku­ra­to­ri­um Gu­tes se­hen. Beim Wind­sur­fen oder Ki­tesur­fen et­wa brin­gen es die Sport­ler auf Ge­schwin­dig­kei­ten von 90 km/h. Um die Be­las­tung durch bei­ßen­den Wind ge­ring zu hal­ten, be­sit­zen man­che Bril­len­fas­sun­gen ei­nen ab­nehm­ba­ren In­nen­rah­men aus Schaum­gum­mi. Ein spe­zi­el­ler Sei­ten­schutz hält zu­dem Spritz­was­ser ab. Beim Schwim­men hat der di­rek­te Was­ser­schutz Prio­ri­tät. Schwimm­bril­len be­wah­ren die Au­gen vor Rei­zun­gen durch che­mi­sche Zu­sät­ze, Kei­me, Bak­te­ri­en, Salz und Fremd­kör­per. Haut­freund­li­che Dich­tun­gen so­wie ver­stell­ba­re Au­gen­mu­scheln und Bän­der ver­hin­dern das Ein­drin­gen von Was­ser und sor­gen für kla­re Sicht über und un­ter Was­ser. Wich­tig ist al­ler­dings: Mit Schwimm­bril­len soll­te nie ge­taucht wer­den, da der Druck­aus­gleich nur über ei­ne Tauch­mas­ke funk­tio­niert. Die Glas­tö­nung sorgt mit dem Blend­schutz für ent­spann­tes Se­hen. Je dunk­ler die Schei­ben, des­to mehr Licht wird her­aus­ge­fil­tert. Den un­ter­schied­li­chen Licht­ver­hält­nis­sen ent­spre­chend gibt es fünf Blend­schutz-Ka­te­go­ri­en. Für Was­ser­sport­ler wird die Ka­te­go­rie 2 emp­foh­len. Bei be­son­ders star­kem Son­nen­licht, et­wa in süd­li­chen Ge­fil­den, ist ein noch dunk­le­rer Fil­ter, Ka­te­go­rie 3, nö­tig. Dar­über hin­aus gibt es Sys­te­me, bei de­nen das Wech­seln von Glä­sern un­ter­schied­li­cher Tö­nung per Klick mög­lich ist. Schließt die Bril­le am Ge­sicht nicht dicht ab, ist ei­ne Rück­sei­ten­ent­spie­ge­lung rat­sam. Sie ver­hin­dert, dass Licht über Re­flek­tio­nen von der Glas­rück­sei­te ins Au­ge ge­langt. Für al­le Was­ser­sport­ar­ten emp­fiehlt das Ku­ra­to­ri­um Gu­tes se­hen graue, grü­ne und braune Bril­len­glä­ser. Grau ver­fäl­sche die Far­ben der Um­ge­bung am we­nigs­ten, Braun ver­stär­ke die Kon­tras­te bei an­ge­neh­mer Farb­wie­der­ga­be. Ab­zu­ra­ten sei, be­son­ders bei schnel­len Sport­ar­ten, von Blau und Vio­lett: Durch die­se Glä­ser wer­den Be­we­gun­gen im Au­ßen­win­kel spä­ter wahr­ge­nom­men, was zu ver­lang­sam­ten Re­ak­tio­nen führt. Für Out­door-Sport auf dem Was­ser sind po­la­ri­sie­ren­de Bril­len­glä­ser oft ei­ne sinn­vol­le In­ves­ti­ti­on: Licht­re­fle­xe wer­den auf ein Mi­ni­mum re­du­ziert, Kon­tras­te we­sent­lich hö­her, der Blick in die Fer­ne wird sicht­bar bes­ser. Vor al­lem aber wer­den Le­be­we­sen oder Ob­jek­te in un­mit­tel­ba­rer Nä­he er­kenn­bar. Oh­ne Pol­fil­ter bleibt die Was­ser­ober­flä­che ei­ne un­durch­sich­ti­ge, re­flek­tie­ren­de Flä­che. Auf Pol­fil­ter ver­zich­ten soll­ten al­ler­dings Freun­de von Raf­ting, Ka­jak und Co. Sie sind dar­auf an­ge­wie­sen, Ober­flä­chen­strö­mun­gen zu er­ken­nen. Das för­dern vor al­lem Glas­far­ben in Rot und Oran­ge.

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