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Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Zeit­trai­ning ge­wann Ros­berg drei der ver­gan­ge­nen vier Ren­nen. „Es ist im­mer schwer, wenn man als Zwei­ter star­tet, zu­mal es zwi­schen den Bei­den ganz eng zu­geht“, sag­te Mer­ce­des-Mo­tor­sport­chef To­to Wolff: „In Ös­ter­reich hat Ni­co es ge­dreht, schau­en wir mal, wie es mor­gen aus­geht. Es ent­schei­den Nuan­cen.“Ei­ne Ent­täu­schung er­leb­te Fer­ra­ri-Pi­lot Se­bas­ti­an Vet­tel (1:33,547). Der vier­ma­li­ge Welt­meis­ter muss­te sich ei­nen Tag nach sei­nem 28. Ge­burts­tag mit Start­platz sechs be­gnü­gen, auf sei­ner letz­ten schnel­len Run­de hat­te er da­bei Pech mit viel Ver­kehr auf der Stre­cke. Schnel­ler als der Hes­se war sein zu­letzt hef­tig kri­ti­sier­ter Team­kol­le­ge Ki­mi Räik­kö­nen (Finn­land/ 1:33,379), der Fünf­ter wur­de. Ers­ter Mer­ce­des-Ver­fol­ger ist in Sil­vers­to­ne of­fen­bar je­doch Wil­li­ams. Der Bra­si­lia­ner Fe­li­pe Mas­sa (1:33,085) si­cher­te sich Rang drei vor sei­nem Team­kol­le­gen Valt­te­ri Bot­tas (Finn­land/1:33,149). Ni­co Hül­ken­berg (1:33,673) geht im Force In­dia von Po­si­ti­on neun ins Ren­nen. Ros­berg darf den­noch auf ei­nen Er­folg hof­fen, zu­letzt hat­te er der WM neu­es Le­ben ein­ge­haucht, nach­dem Ha­mil­ton die An­fangs­pha­se der Sai­son klar do­mi­niert hat­te. Ros­bergs Rück­stand auf den En­g­län­der be­trägt nur zehn Punk­te (159:169) – und der Deut­sche hat sich da­mit die Un­ter­stüt­zung von höchs­ter Stel­le ge­si­chert. „Ni­co kann die­se Welt­meis­ter­schaft ret­ten. Wir brau­chen ihn, da­mit das Gan­ze am Le­ben bleibt“, sag­te For­mel-1-Chef Ber­nie Eccles­to­ne der eng­li­schen Ti­mes. Span­nung sei un­be­dingt not­wen­dig: „Es ist wie Sex. Es geht nur dar­um, was man vor­her er­war­tet. Wenn die Leu­te glau­ben, dass Ha­mil­ton ge­winnt, dann ver­lie­ren sie das In­ter­es­se. Aber wenn Ni­co ge­winnt, blei­ben sie viel­leicht dran.“Die Un­ge­wiss­heit dürf­te sich aber auf das Pri­vat­du­ell der Sil­ber­pfei­le be­schrän­ken. Die bei­den Wil­li­ams-Pi­lo­ten ha­ben ei­nen gro­ßen Rück­stand, und trotz ei­ni­ger Up­dates kommt Fer­ra­ri in Sil­vers­to­ne nicht ans Tem­po der Mer­ce­des-Mo­to­ren her­an – ein Er­folg Vet­tels als nach­träg­li­ches Ge­burts­tags­ge­schenk wä­re ei­ne Sen­sa­ti­on.

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