Aus Lie­bes­brie­fen der Mark­grä­fin

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region -

„In Karls­ru­he, um 10 Uhr mor­gens. Ich weiß nichts Neu­es. Ich ha­be mir gera­de Lo­cken ma­chen las­sen und dann bin ich bei den Klei­nen ge­we­sen. Lebt wohl, mein En­gel. Ver­gesst auf kei­nen Fall die Al­te.“Ka­ro­li­ne Lui­se an ih­ren in Pforz­heim wei­len­den Ge­mahl Karl Fried­rich im Jahr 1757.

„Ja, ich hof­fe, Euch bei gu­ter Ge­sund­heit wie­der zu tref­fen, und auch tra­le­ra­le­ri, tra­le­ra­le­ra – of­fen ge­stan­den, Ihr seid ein klei­ner Narr – gibt es nichts, was so schön ist wie Eu­re Brie­fe und so lie­bens­wert wie Ihr.“Ka­ro­li­ne Lui­se an Karl Fried­rich, ge­schrie­ben in Stu­ten­see im Ok­to­ber 1767.

„Gott be­hü­te Euch, mein En­gel. Uns geht es al­len sehr gut, aber es qualmt so grau­sam in die­sem Zim­mer, dass ich nicht se­he, was ich Ih­nen schrei­be. Gott mö­ge Euch bei gu­ter Ge­sund­heit be­wah­ren. Mein Gott, wie wür­de ich mich freu­en, ei­nen Brief in Pa­ris zu fin­den, der mir sagt, dass es Euch gut geht und dass Ihr mich im­mer liebt. Ihr seid sehr wohl der Ab­gott mei­nes Her­zens, mein Lie­ber“. Ka­ro­li­ne Lui­se an Karl Fried­rich, ge­schrie­ben am 2. April 1783 in Li­gny-en-Bar­rois auf ih­rer letz­ten Rei­se nach Pa­ris, wo sie am 8. April starb.

Die Ori­gi­nalbrie­fe sind in fran­zö­si­scher Spra­che ge­schrie­ben.

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