Hö­he­punk­te des Stadt­ge­burts­tags

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region -

Manch­mal ist es kaum aus­zu­hal­ten. Nein, ich mei­ne jetzt nicht die Hit­ze­wel­le. Der ganz nor­ma­le All­tag. Ich ra­cke­re mich ab, re­de, ma­che, tue – und ha­be den Ein­druck es ist al­les „für die Katz“. Hört mir ei­ner zu? Ist es für ir­gend­je­man­den wich­tig, was ich sa­ge oder tue? Gut, wenn mir in sol­chen Si­tua­tio­nen an­de­re zur Sei­te ste­hen: Ehe­part­ner, lie­be Kol­le­gen, Freun­de. Aber bei al­lem gu­ten Rat und al­ler Un­ter­stüt­zung, was ma­che ich? Das muss ich letzt­lich dann doch selbst ent­schei­den. Ken­nen Sie sol­che Er­fah­run­gen? Ver­mut­lich schon. Sie sind auch nicht un­be­dingt neu oder ei­ne Er­fin­dung un­se­rer mo­der­nen Ge­sell­schaft. Im Evan­ge­li­um nach Mar­kus, das heu­te in den Kir­chen vor­ge­le­sen wird, ma­chen „die zwölf“, al­so das Kern­team Je­su, auch sol­che Er­fah­run­gen. Si­cher ahnt Je­sus, dass nicht im­mer al­les glatt lau­fen wird, als er sie los­schickt um Men­schen zu hei­len und sei­ne Bot­schaft zu ver­kün­den. Und doch stellt er so­gar er­schwer­te Be­din­gun­gen: Sie sol­len nichts mit­neh­men auf ih­rem Weg, kein Geld, kein Brot, kei­ne Vor­rats­ta­sche. Hef­tig, so ein Auf­trag. Et­was mehr Ab­si­che­rung hät­te ich da schon ger­ne. Aber er schickt sie zu zweit los. Das fin­de ich sehr wich­tig. Was im­mer pas­siert, da ist je­mand an mei­ner Sei­te, ich muss es nicht al­lei­ne tra­gen. Ich muss kei­ne ein­sa­men Ent­schei­dun­gen tref­fen, nicht al­les kön­nen und ma­chen. Je­sus woll­te wohl kei­ne Ein­zel­kämp­fer, er woll­te Team­ar­beit. Ich wün­sche Ih­nen, dass Sie im­mer je­man­den an Ih­rer Sei­te ha­ben, vor al­lem wenn Geld, Brot, Un­ter­stüt­zung und An­er­ken­nung knapp sind. Und noch et­was fas­zi­niert mich an die­ser Ge­schich­te: Je­sus rech­net da­mit, dass es bei al­lem Ein­satz und En­ga­ge­ment sei­ner Apos­tel und al­len Fä­hig­kei­ten, die sie so ha­ben, Or­te gibt, wo sie kei­ne An­er­ken­nung fin­den, wo nie­mand zu­hö­ren will. Und da hat er ei­nen ganz ein­fa­chen Rat: „Wenn man euch aber in ei­nem Ort nicht auf­nimmt und euch nicht hö­ren will, dann geht wei­ter und schüt­telt den Staub von eu­ren Fü­ßen.“

Von 10 bis 18 Uhr dreht sich heu­te auf dem Karls­ru­her Schloss­platz al­les um die Er­fin­dung des Karls­ru­hers Karl Drais. Mor­gens lie­fern sich an­ge­mel­de­te Mann­schaf­ten ein Ren­nen, mit­tags kann man Kin­der beim Ge­schick­lich­keits­par­cours oder Moun­tain­bi­ker beim Trai­ning be­ob­ach­ten. Von 12 bis 14 Uhr läuft ein Rah­men­pro­gramm.

Street­dan­ceG­rup­pen, die sich in der ver­gan­ge­nen Sai­son bei ei­nem Con­test in Ba­denWürt­tem­berg ei­nen ers­ten bis drit­ten Platz er­t­anzt ha­ben, zei­gen heu­te von 14.30 bis 17.30 Uhr auf der Pa­vil­lon-Au­ßen­büh­ne im Karls­ru­her Schloss­gar­ten ihr Kön­nen.

Das Mi­ni-Fes­ti­val für Vo­cal Jazz, das vom Ver­ein JAZ­Zi­KA ver­an­stal­tet wird, geht heu­te um 20.30 Uhr im Pa­vil­lon im Karls­ru­her Schloss­gar­ten über die Büh­ne. Mit da­bei sind der Gos­pel- und Jazz­chor „spi­ri­ted voices“aus Dur­lach (Ge­win­ner des Lan­deschor­wett­be­werbs Ba­den-Würt­tem­berg 2013) und die „Hick Ups“aus Of­fen­burg. Ein­tritt: zehn Eu­ro.

Bei den „Ef­fek­ten“im Pa­vil­lon (Karls­ru­her Schloss­gar­ten) geht es am Di­ens­tag, 14. Ju­li, um 19.30 Uhr um den Rhein. In Vor­trä­gen, Ex­pe­ri­men­ten und ei­ner Po­di­ums­dis­kus­si­on wird ge­zeigt, wel­che An­stren­gun­gen es gibt, um Nut­zun­gen des Stro­mes mit dem Schutz des Ge­wäs­sers als na­tür­li­chen Le­bens­raum in Ein­klang zu brin­gen.

Im „Stadtgespräch“im Pa­vil­lon im Karls­ru­her Schloss­gar­ten geht es am Mitt­woch, 15. Ju­li, um 19.30 Uhr um Agnos­ti­ker und At­he­is­ten. Wel­che Rol­le spielt der Aus­tausch mit Nicht­gläu­bi­gen in der Ent­wick­lung ei­ner to­le­ran­ten Stadt­ge­sell­schaft? Dar­über spre­chen Eber­hard Stilz, Prä­si­dent der Stif­tung Weltethos und des Staats­ge­richts­hofs Ba­den-Würt­tem­berg, die jü­di­sche Vor­sit­zen­de der Ge­sell­schaft für Christ­lich-Jü­di­sche Zu­sam­men­ar­beit Karls­ru­he, So­lan­ge Ro­sen­berg, der Au­tor Michael Schmidt-Sa­lo­mon und die Is- lam­wis­sen­schaft­le­rin La­mya Kad­dor. Im An­schluss lädt der Dach­ver­band is­la­mi­scher Ver­ei­ne in Karls­ru­he und Um­ge­bung zum öf­fent­li­chen Fas­ten­bre­chen im Ra­ma­dan. Zur bes­se­ren Pla­nung bit­tet der Ver­band um An­mel­dung un­ter: in­fo@karls­ru­her-mus­li­me.de

Ein Ge­burts­tags­kon­zert gibt der Chor­ver­band Karls­ru­he im Pa­vil­lon im Schloss­gar­ten. Am Sams­tag, 18. Ju­li, von 11.30 bis 18 Uhr, sind mo­der­ne so­wie meis­ter­li­che Chö­re und der Pro­jekt­chor KA300 zu hö­ren, am Sonn­tag, 19. Ju­li, geht es von 10.15 bis 18.30 Uhr wei­ter mit Män­ner-, Frau­en­und ge­misch­ten Chö­ren, nach­mit­tags tre­ten Kin­der- und Ju­gend­chö­re auf.

Bei der „Drum Night“kann man am Sams­tag, 18. Ju­li, ab 21 Uhr im Pa­vil­lon im Schloss­gar­ten schon mal im Fes­ti­val­fie­ber schwel­gen. Sie­ben Schlag­zeu­ger aus der Re­gi­on um Mar­cel Mil­lot und Tom­my Bal­du so­wie na­tio­na­le Be­rühmt­hei­ten wie Ar­min Rühl von der Grö­ne­mey­er-Band, er­gänzt von den Mu­si­kern von „The News“, bie­ten Rhyth­mi­sches von Ge­ne­sis bis Led Zep­pe­lin. Als Gast­sän­ger da­bei ist Jür­gen Mayer von „Phil“.

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