CD-Check

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen -

Es war nicht al­les gut in den Sieb­zi­gern! Es gab bei­spiels­wei­se die­se gelb-schwar­zen Opel Man­tas mit Fuchs­schwän­zen am Rück­spie­gel. Die fand man da­mals gar nicht cool. Heu­te freut man sich, wenn man so ei­nen Man­ta mit H-Kenn­zei­chen mal zu­fäl­lig sieht. Aus sol­chen Au­tos dröhn­te an Am­peln na­tür­lich nie­mals rich­ti­ge Mu­sik von Bands wie den Sto­nes, Deep Pur­p­le oder Uriah Heep. Nein, die Fah­rer sol­cher Au­tos hör­ten mit Vor­lie­be stamp­fen­de Dis­co-Mu­cke. Mu­sik, wie sie abends in Tanz­lo­ka­len lief, in de­nen die männ­li­chen Be­su­cher wei­ße An­zü­ge tru­gen und ei­nen auf John Tra­vol­ta mach­ten. Die­se Zei­ten sind zum Glück seit lan­gem vor­bei und wa­ren fast ver­ges­sen. Bis vor we­ni­gen Ta­gen! Denn plötz­lich ver­ließ der ewig schnauz­bär­ti­ge Dan­ce-Mo­gul Gior­gio Moroder, der vor Ur­zei­ten Don­na Sum­mer „er­fun­den“hat, sein Rent­ner­do­mi­zil und brach­te nach 30 Jah­ren wie­der ei­ne ei­ge­ne Plat­te her­aus. Hel­fen ließ er sich da­bei von Kol­le­gin­nen wie Sia, Char­li XCX oder Ky­lie Mi­no­gue. Die Mu­sik macht Stampf-stampf­stampf und klingt so wie das, was da­mals aus den grund­sätz­lich ge­öff­ne­ten Man­ta-Fens­tern dröhn­te. Mu­sik mit HKenn­zei­chen, so­zu­sa­gen.

Gior­gio Moroder, Déjà-vu, So­ny ★★★✩✩

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