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Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell -

Chi­ne­sen ha­ben’s gut. Sie kön­nen ih­ren Kin­dern ganz exo­ti­sche Na­men ge­ben. Deut­sche El­tern hät­ten es schwer, vor dem Stan­des­amt die Na­men „Mal­le“, „Si­de“oder „Mia­mi Beach“durch­zu­set­zen, nur weil sie die­se Ur­laubs­ge­bie­te lie­ben und auf die eben­falls ge­lieb­ten Kin­der über­tra­gen wol­len. Da­ge­gen wer­den Chi­ne­sen von hie­si­gen Ver­wal­tun­gen ge­fei­ert, wenn sie ih­ren Nach­wuchs nach ei­ner deut­schen Kle­in­stadt be­nen­nen. Der Geo­tech­ni­ker Hong Shen und sei­ne Frau, die Wirt­schafts­ma­the­ma­ti­ke­rin Hui­xi­an Yang, be­ka­men vor drei Jah­ren ihr ers­tes Kind. Weil sich das Paar im säch­si­schen Frei­berg ken­nen­lern­te und dort sehr gern lebt und ar­bei­tet, woll­te es sei­ne kom­mu­na­le Zu­nei­gung in der Na­mens­wahl aus­drü­cken. Der Sohn wur­de al­so „Frei“ge­nannt. Was prak­ti­scher­wei­se im Chi­ne­si­schen die Be­deu­tung, „das Glück kommt“mit sich füh­ren soll. Über den klei­nen „Frei“freu­te man sich am Rand des Erz­ge­bir­ges ganz frei her­aus. Die schö­ne und re­nom­mier­te Uni­ver­si­täts­stadt Frei­berg mit 40000 Ein­woh­nern und Berg­bau­tra­di­ti­on ist üb­ri­gens nicht zu ver­wech­seln mit der grö­ße­ren Uni-Stadt Frei­burg im Breis-

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