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Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen -

Neil Young klingt in­zwi­schen manch­mal so, als wür­de Hel­ge Schnei­der Neil Young nach­ma­chen. So schräg und schief und ir­gend­wie falsch, dass man denkt, das kann doch nicht Neil Youngs Ernst sein. Ist es aber doch. Und: Wenn ei­ner so klin­gen darf, dann der (ver­mut­lich) dienst­äl­tes­te Hip­pie der Welt. Auf dem „Um­welt­schutz­al­bum“„The Monsan­to Ye­ars“at­ta­ckiert der 69-jäh­ri­ge Ka­na­di­er den Gen­tech­nik-Gi­gan­ten Monsan­to, der un­ter an­de­rem Un­kraut­ver­nich­tungs­mit­tel und gen­tech­nisch ver­än­der­tes Saat­gut pro­du­ziert. „Too big to fall / Too rich for jail“sei­en die Groß­kon­zer­ne, klagt Young zu schep­pern­den Gi­tar­ren­klän­gen in „Big Box“. Nach den jüngs­ten Ex­pe­ri­men­ten mit Equip­ment aus dem Mu­se­um und vie­len Strei­chern nahm Neil Young dies­mal wie­der ein klas­si­sches Rock­al­bum auf, un­ter­stützt von der Band Pro­mi­se of the Re­al, in der un­ter an­de­rem zwei Söh­ne von Coun­try-Le­gen­de Wil­lie Nel­son spie­len. Das er­in­nert stark an Youngs Stamm­band Cra­zy Hor­se, ob­wohl die Mu­si­ker teil­wei­se sei­ne En­kel sein könn­ten. Ei­ne DVD, die dem Al­bum bei­liegt, zeigt, wie die Auf­nah­men un­ter Live­be­din­gun­gen ent­stan­den sind: in ei­nem al­ten Ki­no.

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