Amo­re am Mill­stät­ter See

Weg der Lie­be nicht nur für Paa­re

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Reise & Urlaub -

Wan­dern im Rhyth­mus des Herz­schlags: das macht der Sen­tie­ro dell‘ Amo­re am Mill­stät­ter See mög­lich. Am Weg von der Alex­an­der­hüt­te bis hin­auf zum Granat­tor auf dem Kamm der Mill­stät­ter Al­pe war­tet an sie­ben Plät­zen ei­ne aus Holz ge­zim­mer­te Bank auf je­ne, die sich Ge­dan­ken über die Lie­be ma­chen und ein­an­der auf neue Art Zu­nei­gung be­kun­den wol­len. Auf Le­se­tisch­chen fin­det sich ein Buch, das Re­fle­xio­nen zum The­ma Lie­be ent­hält. Da schmö­kern Paa­re durch Apho­ris­men, Ge­dich­te, An­ek­do­ten und Zi­ta­te be­kann­ter Per­sön­lich­kei­ten. Au­ßer­dem steht es je­dem Wan­de­rer frei, auf den lee­ren Sei­ten des Buchs sei­ne ganz per­sön­li­chen amou­rö­sen Ge­dan­ken fest­zu­hal­ten. Der ers­te Ab­schnitt des Sen­tie­ro dell’ Amo­re et­wa weckt ro­man­ti­sche Er­in­ne­run­gen, wenn die Lie­ben­den an ihr

Ro­man­ti­sche Er­in­ne­run­gen

ers­tes Tref­fen zu­rück­den­ken. Bei der Alex­an­der­hüt­te schrei­ben die Wan­de­rer ih­re ei­ge­nen Er­leb­nis­se zum The­ma Lie­be auf der „Wand der Ge­dan­ken“nie­der. An der drit­ten Sta­ti­on sind die Lie­ben­den auf­ge­for­dert, ein­an­der zu ver­ra­ten, was sie am Part­ner schät­zen. Die sieb­te Sta­ti­on lädt da­zu ein, Fortu­nas Gunst zu er­bit­ten und Wün­sche für die Zu­kunft aus­zu­spre­chen. Bei der et­wa drei­stün­di­gen Wan­de­rung über sechs­ein­halb Ki­lo­me­ter be­wäl­ti­gen die Be­su­cher Hand in Hand et­wa 275 Hö­hen­me­ter – mit fun­keln­den Gra­nat­stei­nen als stän­di­ge Be­glei­ter. Die ed­len St­ei­ne, auch „Feu­er­stei­ne der Lie­be“ge­nannt, lie­gen tat­säch­lich am Weg oder fin­den sich als glän­zen­de „Knöp­fe“in den Fel­sen ein­ge­schlos­sen, die den Pfad säu­men. Sie wei­sen auf das rei­che Gra­nat­vor­kom­men im In­ne­ren der Mill­stät­ter Al­pe hin und sol­len Hoff­nung und Ver­trau­en schen­ken. Wenn das Granat­tor ins Blick­feld rückt, ist der höchs­te Punkt des Sen­tie­ro dell’ Amo­re er­reicht. Hoch oben auf der Mill­stät­ter Al­pe thront der mäch­ti­ge Durch­gang, ge­füllt mit Ton­nen von Gra­nat­ge­stein. Gleich­zei­tig mar­kiert das Mo­nu­ment den Ort, von dem sich der Blick über den Mill­stät­ter See in sei­ner Ge­samt­heit öff­net. Die­ser Platz mit sei­nem atem­be­rau­ben­den Pan­ora­ma lässt Hoch­ge­füh­le auf­kom­men und bie­tet sich et­wa als Ku­lis­se für ei­nen Treue­schwur an, der mit der Über­rei­chung ei­nes be­son­ders schö­nen „Bluts­trop­fens der No­cken“be­sie­gelt wer­den kann. Vom Granat­tor aus ha­ben die Paa­re und an­de­re Wan­de­rer meh­re­re Op­tio­nen: Sie tre­ten den Rück­weg auf dem Sen­tie­ro dell’Amo­re an und be­stel­len sich auf der Alex­an­der­hüt­te ein Wan­der­ta­xi, das sie ge­müt­lich wie­der ins Tal bringt. Kon­di- ti­ons­star­ke wan­dern vom Granat­tor wei­ter Rich­tung Lam­mers­dor­fer Hüt­te. Bei ei­ner Jau­se in der Alm­kä­se­rei kön­nen die Wan­de­rer noch über­le­gen, ob sie dem wei­te­ren Ver­lauf des We­ges fol­gen, der sich mit der zwei­ten Etap­pe des Mill­stät­ter See Hö­hen­steigs deckt, oder viel­leicht ein Wan­der­ta­xi be­stel­len. Wer zur ge­mein­sa­men Lie­bes­tour auf­bre­chen möch­te, schlägt et­wa auf der Alex­an­der­hüt­te sein Nacht­la­ger auf und star­tet beim ro­man­ti­schen „Nock­well­ness“in die Zeit zu zweit: Nach dem Schwit­zen in der Holz­ofen­sau­na küh­len ei­ne Frei­luft­du­sche und ein mit Ge­birgs­was­ser ge­füll­ter Lär­chen­trog. Am nächs­ten Tag stär­ken sich Paa­re auf ei­ner der Berg­kup­pen bei ei­nem Früh­stück aus dem Pick­nick­korb, der mit Kä­se­köst­lich­kei­ten der Alex­an­der­hüt­te so­wie Speck und Bau­ern­brot ge­füllt ist. Nach dem ro­man­ti­schen Auf­stieg zum Granat­tor fol­gen Wan­de­rer ent­we­der der zwei­ten Etap­pe des Mill­stät­ter See Hö­hen­steigs bis zum Er­la­cher­haus oder ge­hen auf die Lam­mers­dor­fer Hüt­te mit Alm­kä­se­rei, wo sie sich mit ei­ner Kärnt­ner Jau­se stär­ken.

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