Mehr Wis­sen über die Wol­le

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Mode & Stil - mag

Wol­le stammt nicht im­mer von Tie­ren aus art­ge­rech­ter Hal­tung. Et­wa sol­che von An­go­r­a­ka­nin­chen aus Chi­na. Die Ka­nin­chen wer­den in sehr en­gen Kä­fi­gen ge­hal­ten, und ih­nen wer­den teils oh­ne Be­täu­bung die Haa­re aus­ge­ris­sen, teilt die Ver­brau­cher-Initia­ti­ve in ih­rer Bro­schü­re „Tier­ge­recht le­ben“mit. Au­ßer­dem züch­tet man sie mit ex­tra lan­gen Haa­ren – da­durch er­ge­ben sich kör­per­li­che Nach­tei­le. Bei Me­ri­no­wol­le ste­hen ei­ni­ge Prak­ti­ken eben­falls in der Kri­tik. So ist in Aus­tra­li­en die „Mu­le­sing“-Prak­tik ver­brei­tet: Den Me­ri­no­scha­fen wer­den da­bei oh­ne Be­täu­bung Haut­stü­cke um den Af­ter weg­ge­schnit­ten, um den Be­fall mit Schmeiß­flie­gen zu be­kämp­fen. Die Scha­fe wer­den auch häu­fig oh­ne Be­täu­bung kas­triert. In Deutsch­land ist bei­des ver­bo­ten. Neu­see­land hat sich ein frei­wil­li­ges „Mu­le­sing“-Ver­bot auf­er­legt. Ver­brau­cher kön­nen im In­ter­net mit dem Stich­wort „mu­le­sing-frei“ge­zielt nach An­bie­tern su­chen, die sich dar­an hal­ten. Schur­wol­le aus kon­trol­liert bio­lo­gi­scher Tier­hal­tung kann man er­ken­nen an der Kenn­zeich­nung „kbT“, dem „GOTS“Sie­gel oder dem La­bel „Na­tur­tex­til – IVN zer­ti­fi­ziert best“.

Aus art­ge­rech­ter Tier­hal­tung?

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