Karls­ru­he un­term Ha­ken­kreuz

In­nen­mi­nis­ter Gall und Stadt­his­to­ri­ker Bräun­che dis­ku­tie­ren im Pa­vil­lon im Schloss­gar­ten

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region -

Zu 300 Jah­ren Ge­schich­te der Stadt Karls­ru­he ge­hö­ren auch ei­ne gan­ze Rei­he düs­te­rer Jah­re. Von 1933 bis 1945 war Karls­ru­he die Haupt­stadt der ba­di­schen Na­tio­nal­so­zia­lis­ten, die Stadt des eben­so ein­fluss­rei­chen wie grau­sa­men Gau­lei­ters Ro­bert Wa­gner. Die­se dunk­le Zeit ist Aus­gangs­punkt für die nächs­te Run­de der „Stadt­ge­sprä­che“im Pa­vil­lon im Karls­ru­her Schloss­gar­ten. Dort soll bei der abend­li­chen Dis­kus­si­on ein in­ter­es­san­ter Brü­cken­schlag ge­lin­gen: „1933 – Karls­ru­he un­term Ha­ken­kreuz“heißt der ers­te Teil der dop­pel­ten Über­schrift. Und der zwei­te: „2015: Brau­chen wir ein NPDVer­bot?“Ein hoch­ka­rä­ti­ger Gast ist auf dem Po­di­um da­bei. Ba­den-Würt­tem­bergs In­nen­mi­nis­ter Rein­hold Gall (SPD) ge­hört zu den trei­ben­den Kräf­ten für ein Ver­bot der NPD. In den kom­men­den Wo­chen steht die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts an, ob über ein NPD-Par­tei­ver­bot ver­han­delt wird. Der In­nen­mi­nis­ter wird sein po­li­ti­sches Vor­ge­hen er­läu­tern, über­dies aber auch über das The­ma „Au­f­ar­bei­tung der NSVer­gan­gen­heit“re­den.

Fo­to: avs

Plä­diert für ein NDP-Ver­bot: Ba­den-Würt­tem­bergs In­nen­mi­nis­ter Rein­hold Gall.

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