Tromm­ler in Trau­er

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen -

Der Er­fin­der mo­der­ner Schlag­zeug­stö­cke, Vic Firth, ist tot. Wie die nach ihm be­nann­te Fir­ma in den USA mit­teil­te, starb er im Al­ter von 85 Jah­ren. Sei­ne „gren­zen­lo­se Lei­den­schaft für die Mu­sik be­ein­fluss­te al­le sei­ne Ent­schei­dun­gen“, hieß es in ei­ner Er­klä­rung. Wann und woran Firth starb, wur­de zu­nächst nicht be­kannt. Firth stamm­te aus dem US-Bun­des­staat Mas­sa­chu­setts und spiel­te als Per­kus­sio­nist beim Bos­ton Sym­pho­ny Orches­tra. Weil er mit den da­mals ver­wen­de­ten Trom­mel­stö­cken nicht zu­frie­den war, bau­te er sich kur­zer­hand sei­ne ei­ge­nen. „Es war nicht nur die Qua­li­tät der Schlag­zeug­stö­cke, es war die feh­len­de Aus­wahl“, er­in­ner­te er sich spä­ter. Für die Klang­qua­li­tät sei die Form der Stö­cke aber enorm wich­tig. Schon kleins­te Ve­rän­de­run­gen im Her­stel­lungs­pro­zess könn­ten das Er­geb­nis stark be­ein­flus­sen. 1963 grün­de­te Firth sei­ne ei­ge­ne Fir­ma. Die von ihm pro­du­zier­ten Stö­cke und Schlä­gel wer­den mitt­ler­wei­le von Mu­si­kern auf der gan­zen Welt ge­nutzt. Da­vid Bough­ter von der Me­tal-Band I’ll Be An Em­pi­re schrieb: „Ru­he in Frie­den, Vic Firth. Ich spie­le mit deinen Stö­cken, seit ich vor acht Jah­ren mit dem Schlag­zeug­spie­len an­ge­fan­gen ha­be, und ich wer­de sie noch vie­le, vie­le Jah­re be­nut­zen.“

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