Ent­las­tung für Sinz­heims Jun­ge

Lan­des­li­gist holt Er­fah­rung ins Team

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Mit der Plat­zie­rung ist Hei­ko Hil­lert zu­frie­den, mit dem Weg da­hin kei­nes­wegs. Der Trai­ner des Lan­des­li­gis­ten SV Sinz­heim spricht von ei­ner „nicht zu­frie­den­stel­len­den Sai­son“. Rang acht stand letzt­lich zu Bu­che, aber „er­schre­cken­de Leis­tun­gen wech­sel­ten sich mit bril­lan­ten ab“. Da zwingt sei­ne Elf mit ei­ner Ga­la-Vor­stel­lung am neun­ten Spiel­tag den da­ma­li­gen Ta­bel­len­füh­rer FV Schut­ter­wald erst­mals in die Knie – nur ei­ne Wo­che spä­ter prä­sen­tiert sich das Team de­so­lat und geht ge­gen den Viert­letz­ten aus Dur­bach un­ter. „Zu kei­ner Zeit gab es so et­was wie Kon­stanz“, bi­lan­ziert Hei­ko Hil­lert sei­ne ers­te Spiel­zeit als Sinz­hei­mer Übungs­lei­ter. Ei­ne schlüs­si­ge Er­klä­rung für das Auf und Ab hat kei­ner der Ver­ant­wort­li­chen pa­rat. Doch es ist kein neu­es Phä­no­men. In den Vor­jah­ren er­wies sich der SV Sinz­heim gleich­sam als Wun­der­tü­te. Da­bei fin­det „man hier ei­ne tol­le Ka­me­rad­schaft und ein su­per Um­feld. Das ist ein ech­ter Traum für ei­nen Trai­ner“, lobt Hil­lert die Be­din­gun­gen. Al­ler­dings ge­be es auf dem Ra­sen hin und wie­der ein Stück zu viel Har­mo­nie, glaubt er. Im­mer ge­treu dem Mot­to: Wenn es läuft, dann läuft es und wenn nicht, dann las­sen wir es eben lau­fen. Des­halb kennt der SV Sinz­heim auch fast nur Sieg oder Nie­der­la­ge. Drei Punk­te­tei­lun­gen – der nied­rigs­te Wert der Li­ga – in 30 Par­ti­en zeu­gen da­von. Ein an­de­rer Grund sind die gro­ßen Hoff­nun­gen, die der Ver­ein vor al­lem auf die Nach­wuchs­kräf­te setz­te. Tech­nisch, tak­tisch und spie­le­risch kön­nen die lo­cker in der Lan­des­li­ga mit­hal­ten. Al­lein der Kopf macht nicht im­mer mit. „Viel­leicht wa­ren wir zu eu­pho­risch und ha­ben den Jun­gen ein Tick zu viel Ver­ant­wor­tung auf­ge­bür­det“, gibt sich Hei­ko Hil­lert selbst­kri­tisch. Man be­den­ke: Bis­wei­len be­stand der ge­sam­te De­fen­siv­ver­bund aus Te­e­nies. 61 Ge­gen­to­re spre­chen Bän­de. Vor­ne hin­ge­gen war mit Lu­kas Mer­kel, Mar­co Hütt­lin und Mar­cel Mül­ler die zweit­bes­te Of­fen­si­ve am Werk, ob­wohl auch da ei­ni­ges nicht nach Wunsch lief. „Wenn die hin­ten mal ei­nen Feh­ler ma­chen, fällt das eben stär­ker ins Ge­wicht als ein Ball­ver­lust im Sturm“, nimmt der Fuß­ball­leh­rer sei­ne Ta­len­te in Schutz. Et­was we­ni­ger Ver­ant­wor­tung, da­für mehr Zeit zum Ent­wi­ckeln gibt der Trai­ner als De­vi­se aus. Die Last sol­len ei­ni­ge er­fah­re­ne Kräf­te tra­gen, mit de­nen sich der SV Sinz­heim nun ver­stärkt hat. Ei­ne ge­sun­de Mi­schung strebt der Coach an: „Wenn zwei Nach­wuchs­leu­te ne­ben zwei Rou­ti­nier­ten in der Ab­wehr auf­lau­fen, dann pro­fi­tie­ren al­le da­von“, meint er. Wo­bei Be­darf an „Häupt­lin­gen“in al­len Mann­schafts­tei­len be­steht. Doch den sieht man mit den Zu­gän­gen als ge­deckt an. Und des­halb hofft Hei­ko Hil­lert nun auf ei­ne Sai­son, in der er mit der Plat­zie­rung und dem Weg da­hin glei­cher­ma­ßen zu­frie­den sein kann.

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