Cam­ping-Ur­laub: Stress oder Ver­gnü­gen?

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell - er/Fo­tos: Fa­b­ry/mm

„Ver­gnü­gen“, sagt Ju­li­an Ki­nast (25), An­ge­stell­ter aus Karls­ru­he. „Ich ha­be das frü­her oft bei Ju­gend­frei­zei­ten ge­macht. Wir schlie­fen in Vier-Man­nZel­ten. Drau­ßen in der Na­tur zu sein, be­deu­tet Ent­span­nung. Scha­de, dass mir das ei­ne star­ke All­er­gie mitt­ler­wei­le er­schwert.“ „Ich fin­de Cam­ping su­per“, er­zählt Aga­ta Bas­z­ak (29), Haus­frau aus Karls­ru­he. „Wir wa­ren schon als Fa­mi­lie in Po­len zel­ten. Auch den Kin­dern macht das Spaß. Man hat kei­nen starr vor­ge­ge­be­nen Zeit­plan und sieht auch mal et­was an­de­res als die Ho­tel­an­la­ge. Al­les ist lo­cke­rer.“ „Ich ge­he ger­ne zel­ten“, sagt Edu­ar­do Mo­ri Mon­tei­ro (25), Rechts­re­fe­ren­dar aus Karls­ru­he. „Was mir am Cam­pen be­son­ders ge­fällt: Es ist für je­den be­zahl­bar. Am liebs­ten ge­he ich zu­sam­men mit mei­ner Frau in Süd­frank­reich cam­pen. Un­prak­tisch ist Cam­pen, wenn es reg­net.“ „Stress“, ant­wor­tet He­len Blät­ter­mann (23), Stu­den­tin aus Karls­ru­he. „Zu­min­dest stel­le ich mir das so vor, denn ich war noch nie zel­ten. Schon der Schlaf­kom­fort ist si­cher nicht so gut wie in ei­nem Ho­tel. Un­se­re Fa­mi­li­en­ur­lau­be führ­ten bis­her in schö­ne Al­lin­clu­si­ve-Clubs.“ „Cam­ping in­ter­es­siert mich nicht“, er­wi­dert Edu­ard Cor­nea (36), In­for­ma­ti­ker aus Karls­ru­he. „Das letz­te Mal war ich als Kind mit mei­nen El­tern zel­ten. Da­mals war das ein ech­tes Aben­teu­er für mich. Heu­te be­vor­zu­ge ich Ho­tels oder be­su­che Freun­de und Be­kann­te, wenn ich rei­se.“ „Ich fand’s da­mals ent­spannt und wit­zig“, sagt Mag­da Macz­ka (30), Ar­chi­tek­tin aus Karls­ru­he. „Das war di­rekt nach dem Abi mit 15 Leu­ten. Spä­ter war ich dann noch mit dem Wohn­mo­bil in Aus­tra­li­en un­ter­wegs. Die­ses Ge­fühl von Frei­heit kann kein Ho­tel bie­ten.“

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