Von bis­si­gen Lö­wen dü­piert

2:0 – 1860 München wirft Hof­fen­heim bei Ku­ranyi-Come­back aus DFB-Po­kal

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Zweit­li­gist 1860 München hat für ei­ne Über­ra­schung im dies­jäh­ri­gen DFB-Po­kal ge­sorgt und ges­tern am spä­ten Nach­mit­tag den ers­ten Bun­des­li­gis­ten aus dem Ren­nen ge­wor­fen. Die kri­sen­ge­schüt­tel­ten Lö­wen setz­ten sich in der Auf­takt­run­de ver­dient mit 2:0 (0:0) ge­gen 1899 Hof­fen­heim durch. Die Sech­zi­ger, nach dem Bei­na­he-Ab­stieg in die Drit­te Li­ga mit zwei 0:1 Nie­der­la­gen in die neue Sai­son ge­star­tet, ge­wan­nen dank der Tref­fer des star­ken Day­lon Claa­sen (51.) so­wie Fe­j­sal Mu­lic (90.+3). Hof­fen­heim, in den bei­den ver­gan­ge­nen Jah­ren im­mer­hin je­weils Vier­tel­fi­na­list, ent­täusch­te da­ge­gen ei­ne Wo­che vor sei­nem Bun­des­li­ga-Auf­takt bei Bay­er Le­ver­ku­sen auf gan­zer Li­nie. „Wir sind nicht an­ge­tre­ten, um uns ab­schie­ßen zu las­sen. Wir ha­ben uns seit dem Sai­son­start nach und nach ge­stei­gert und uns dies­mal auch be­lohnt. Wir dür­fen jetzt nicht nach­las­sen. Ich hof­fe, dass wir das Selbst­ver­trau­en nun auch in die Li­ga mit­neh­men. Doch zu­nächst will ich mit der Mann­schaft die­sen Sieg ge­nie­ßen“, sag­te 1860-Coach Tors­ten Fröh­ling bei Sky. „Das war heu­te ein deut­li­cher Tick zu we­nig für uns, vor al­lem in der Durch­schlags­kraft. Wir wa­ren viel zu trä­ge, so be­kom­men wir kei­ne Tor­chan­cen, das müs­sen wir ab­stel­len. Wir müs­sen jetzt küh­len Kopf be­hal­ten. Die Mann­schaft kommt schon „, sag­te TSG-Trai­ner Mar­kus Gis­dol. Vor 17 800 Zu­schau­ern hat­te er zu­nächst auf sei­nen „K+K“-Sturm ver­zich­tet: Wäh­rend Kevin Vol­land von Be­ginn an sei­ne an­ge- stamm­te Po­si­ti­on in vor­ders­ter Spit­ze ein­nahm, dort aber ent­täusch­te, kam Deutsch­land-Rück­keh­rer Kevin Ku­ranyi in der 62. Mi­nu­te, um dem bis da­hin ein­falls­lo­sen Spiel der Gäs­te aus dem Kraich­gau neu­en Schwung zu ver­lei­hen. Tat­säch­lich drück­te der Erst­li­gist da­nach aufs Tem­po, oh­ne al­ler­dings gro­ße Chan­cen her­aus­zu­spie­len. Ku­ranyi hat­te zu­letzt am 8. Mai 2010 ein Spiel in ei­nem deut­schen Wett­be­werb be­strit­ten (0:0 mit Schal­ke 04 bei Mainz 05). Und auch für Vol­land war es ein be­son­de­res Spiel. Der Na­tio­nal­spie­ler war 2005 als 13-Jäh­ri­ger zu 1860 ge­kom­men, spiel­te dort bis 2011, ehe er dann end­gül­tig nach Hof­fen­heim wech­sel­te. Bei sei­ner Rück­kehr fiel Vol­land nur in der 41. Mi­nu­te auf, als sein Frei­stoß aus 25 Me­tern al­ler­dings leich­te Beu­te von Ste­fan Or­te­ga im Münch­ner Tor wur­de. An­sons­ten wirk­te 1899 oh­ne den an den FC Li­ver­pool ver­kauf­ten Ro­ber­to Fir­mi­no ide­en­los. Mit Se­bas­ti­an Ru­dy auf der „Zehn“fan­den die Gäs­te kein Mit­tel ge­gen tak­tisch gut ein­ge­stell­te Lö­wen. Die Gast­ge­ber stan­den in der Ab­wehr sehr si­cher, mau­er­ten, er­grif­fen dann aber auch bei je­der sich bie­ten­den Ge­le­gen­heit mu­tig die Initia­ti­ve. Wenn sich die „Blau­en“über­haupt et­was vor­zu­wer­fen hat­ten, dann man­geln­de Kalt­schnäu­zig­keit bei der Ver­wer­tung der vie­len gu­ten Tor­chan­cen. Denn schon zur Pau­se hät­ten die Gast­ge­ber an­ge­sichts ih­res kla­ren Über­ge­wichts füh­ren kön­nen, nein füh­ren müs­sen. Claa­sen mach­te es dann kurz nach Wie­der­be­ginn bes­ser, die ge­sam­te Ab­wehr der Hof­fen­hei­mer war da­bei in­dis­po­niert. Erst da­nach wur­den die Gäs­te et­was stär­ker, oh­ne zu über­zeu­gen. Dar­an än­der­te auch die Ein­wechs­lung von Ku­ranyi nichts.

Gis­dol: Das war ein deut­li­cher Tick zu we­nig

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