Aus dem Form­tief

ATP-Tour: Phil­ipp Kohl­schrei­ber tri­um­phiert in Kitz­bü­hel

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport -

Ten­nis­pro­fi Phil­ipp Kohl­schrei­ber ist in sei­ner Wahl­hei­mat Kitz­bü­hel aus sei­nem Form­tief ge­klet­tert. Der 31Jäh­ri­ge ge­wann beim tra­di­ti­ons­rei­chen Sand­platz­tur­nier sei­nen sechs­ten Ti­tel auf der ATP-Tour, im Fi­na­le be­zwang er den fran­zö­si­schen Qua­li­fi­kan­ten Pau­lHen­ri Ma­thieu 2:6, 6:2, 6:2. Seit dem Tri­umph beim Heim­tur­nier in Düsseldorf im Mai 2014 hat­te Kohl­schrei­ber auf ei­nen Er­folg ge­war­tet, zu­letzt war er in der Welt­rang­lis­te aus den Top 40 ge­fal­len. „Ich freue mich sehr über die­ses Er­geb­nis. Ich will die­sen Sieg ge­nie­ßen. Tur­nier­sie­ge pas­sie­ren ja nicht all­zu oft in ei­ner Kar­rie­re“, sag­te Kohl­schrei­ber und füg­te hin­zu: „Ich füh­le mich kör­per­lich sehr gut und ha­be viel mit mei­nem Team ge­ar­bei­tet.“Nach 1:41 St­un­den Spiel­zeit ver­wan­del­te Kohl­schrei­ber sei­nen ers­ten Match­ball, Im Ran­king springt er mor­gen auf Platz 28 und hat da­mit wie­der gu­te Chan­cen, ei­nen der 32 Setz­plät­ze für die US Open in New York (31. Au­gust bis 13. Sep­tem­ber) zu er­gat­tern. In die­sem Jahr hat­te Kohl­schrei­ber bis­her erst ein her­aus­ra­gen­des Er­geb­nis – im Fi­na­le des Sand­platz­tur­niers in München un­ter­lag er in ei­nem be­geis­tern­den Match dem Bri­ten An­dy Mur­ray. Er­nüch­tern­den Nie­der­la­gen wie bei den French Open in Pa­ris folg­te bit­te­res Lo­s­pech – bei den Ra­sen­tur­nie­ren in Hal- le/West­fa­len und Wim­ble­don flog Kohl­schrei­ber in Run­de eins ge­gen die spä­te­ren Cham­pi­ons Ro­ger Fe­de­rer (Schweiz) und No­vak Djo­ko­vic (Ser­bi­en) raus. In Kitz­bü­hel be­lohn­te sich Kohl­schrei­ber für die Ge­duld der ver­gan­ge­nen Mo­na­te, auch wenn er im End­spiel mehr Mü­he als er­war­tet mit dem eins­ti­gen Top-Ta­lent Ma­thieu hat­te. Den ers­ten Durch­gang do- mi­nier­te der 33-Jäh­ri­ge aus dem El­sass, der nach zahl­rei­chen Ver­let­zun­gen aber aus den Top 100 ge­fal­len war. Erst im zwei­ten Satz fand Kohl­schrei­ber ei­nen Weg in die Par­tie und fei­er­te schließ­lich ver­dient sei­nen vier­ten Sieg im fünf­ten Du­ell mit Ma­thieu. Auf der Tri­bü­ne ap­plau­dier­ten Fit­ness-Trai­ner Car­lo Thrän­hardt und Kohl­schrei­bers en­ger Ver­trau­ter Ste­phan Fehske, bei­de sicht­lich er­leich­tert über den Form­an­stieg der deut­schen Num­mer eins. Beim ATP-Mas­ters kom­men­de Wo­che in To­ron­to steht Kohl­schrei­ber nicht in der Mel­de­lis­te, sein Hart­platz­de­büt in Nord­ame­ri­ka gibt er vor­aus­sicht­lich in Cincinnati (ab 16. Au­gust). Nach der bis­lang ent­täu­schen­den Grand Slam-Sai­son mit der Zweit­run­dennie­der­la­ge in Mel­bourne und den Auf­takt­nie­der­la­gen in Pa­ris und Wim­ble­don gilt sei­ne ge­sam­te Kon­zen­tra­ti­on den US Open. Im Big App­le kam Kohl­schrei­ber in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren drei­mal ins Ach­tel­fi­na­le.

Selbst­ver­trau­en für New York ge­tankt

Fo­to: avs

Für die Ge­duld der ver­gan­ge­nen Mo­na­te be­lohnt: Ten­nis­pro­fi Phil­ipp Kohl­schrei­ber be­en­de­te in sei­ner Wahl­hei­mat Kitz­bü­hel mit sei­nem sechs­ten Sieg auf der ATPTour ei­ne lan­ge Durst­stre­cke. Er be­zwang den Fran­zo­sen Hen­ri Ma­thieu, springt in der Welt­rang­lis­te mor­gen auf Rang 28 – und hofft auf die US Open.

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